Bad Ditzenbach Gosbacher Grüngut-Platz wohl bald mehr ausgelastet

Sollte der Kompostplatz in Hohenstadt dicht gemacht werden, wird wohl der kreiseigene Platz bei Gosbach stärker frequentiert werden. Foto: Hans-Peter Kuhnhäuser
Sollte der Kompostplatz in Hohenstadt dicht gemacht werden, wird wohl der kreiseigene Platz bei Gosbach stärker frequentiert werden. Foto: Hans-Peter Kuhnhäuser
JÜRGEN WAHR 19.03.2014
Der Grüngutplatz in Gosbach könnte bald öfters angesteuert werden. Durch die Grüngutkonzeption steht der Hohenstadter Sammelplatz auf der Kippe.

In der jüngsten Sitzung des Bad Ditzenbacher Gemeinderats ging es um den öffentlichen Grüngutplatz an der Neuen Steige nahe Gosbach, den der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises Göppingen dort betreibt und für dessen Unterhaltskosten auch aufkommt. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Grüngutkonzeption des Landkreises wurde in der Sitzung nun die Frage behandelt, welche Auswirkungen sich durch eine Mehrbelastung des Grüngutplatzes ergeben würden. Denn nach dem bisherigen Stand ist es mehr als fraglich, ob der kommunale Kompostplatz in Hohenstadt, auf den auch die Bürger aus Drackenstein und Wiesensteig ihr Grüngut bringen, erhalten bleibt. Denn, so der Leiter des AWB, Eberhard Stähle, müsste der Hohenstadter Platz die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, wie eine Asphaltierung der Fläche, eine Umfriedung und eine Überwachung an den angegebenen Öffnungszeiten. Hier sei man schnell bei 100 000 Euro, die die Gemeinde aufbringen müsste, wobei sie auch die Personalkosten übernehmen müsste, erklärte Stähle.

Nach Bürgermeister Gerhard Uedings Auffassung, wird der Gosbacher Platz außer der örtlichen Bevölkerung auch von den Gruibingern und Mühlhausenern genutzt. Die Bewohner aus Bad Ditzenbach und Auendorf würden überwiegend den verkehrsgünstiger gelegenen Grüngutplatz am Klärwerk in Deggingen anfahren, so die Beurteilung des Schultes. Sollte der Hohenstadter Sammelplatz wegfallen, würden laut Ueding rund 1000 Kubikmeter Grüngut mehr nach Gosbach gefahren. Sollte sich tatsächlich ein merklich höheres Verkehrsaufkommen in Gosbach einstellen, so könnte dies nicht verhindert werden, erklärte Ueding, denn der Platz an der Neuen Steige stehe grundsätzlich allen Privathaushalten des Landkreises offen. Nun sei abzuwarten, wie sich Hohenstadt entscheide. Eile sei geboten, da der Landkreis das Konzept noch mit dem alten Kreistag verabschieden möchte, sagte der Leiter des AWB abschließend.