Auch im Wahlreis Göppingen wurden die Karten am Sonntag neu gemischt: Mit Hermann Färber, der für die CDU mit 37,6 Prozent der Erststimmen wieder das Direktmandat holte, Heike Baehrens (SPD) und Volker Münz (AfD) sind jetzt drei Abgeordnete im Bundestag vertreten. Die Wahlbeteiligung lag mit 77,1 Prozent um  3,1 Prozent höher als 2013.

AfD-Kandidat Volker Münz hat  den Sprung nach Berlin geschafft.  Er holte für die AfD 14,5 Prozent der Stimmen und zieht über die Landesliste in den Bundestag ein. Mit 14,7 Prozent der Zweitstimmen legte die AfD um 8,4 Prozent zu. Getrübte Freude herrschte dagegen bei der CDU: Hermann Färber hat sein Direktmandat zwar verteidigt, musste aber  herbe Verluste hinnehmen: minus 11,5 Prozent. Auch bei den Zweitstimmen hatte die CDU mit 33,3 Prozent der Stimmen zum Teil erdrutschartige Einbußen zu verkraften. Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl 2013 kamen die Christdemokraten im Wahlkreis Göppingen noch auf 45,8 Prozent der Zweitstimmen. Auch für die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens ging es um 2,3 Prozent nach unten. Sie holte lediglich 21,9 Prozent der Stimmen und zog  über die Landesliste  in den Bundestag ein.  Bei den Zweitstimmen erreichte die SPD 17,6 Prozent, 4,1 Prozent weniger als vor vier Jahren.

Obwohl es bei der FDP im Wahlkreis Göppingen mit dem Wiedereinzug ins Berliner Parlament über die Landesliste nicht geklappt hat – bis 2013 war sie dort mit Werner Simmling vertreten – erreichte ihr Kandidat Hans-Peter Semmler mit 9,2 Prozent der Erststimmen – 5,9 mehr als 2013 – einen Achtungserfolg. Das Zweitstimmen-Ergebnis war mit 12,6 Prozent höher als auf Bundesebene und um 6,8 Prozent über dem von 2013.

Die Grünen holten 12,3 Prozent und verbesserten ihr  Ergebnis von  2013 um 2,2 Prozent. Ihr Kandidat Dietrich Burchard konnte 12,1 Prozent der Erststimmen auf sich vereinigen.

Als jüngster Bewerber im Wahlkreis Göppingen durfte Konstantinos Katevas von der Linken  4,4 Prozent der Erststimmen für sich verbuchen. Seine Partei kam bei den Zweitstimmen auf 5,1 Prozent, 2013 waren es noch 4,3 Prozent.