Gingen Gingen ist bereit für die Zukunft

Gingen / Günter Hofer 04.07.2018
Der Neubau der Hohensteinschule mit seiner Mensa und der Kindergarten Hohenstein wurden am Freitag zum Schnapperfestauftakt offiziell eröffnet.

Der schwere eiserne Schlüssel zum neuen Projekt wurde im Beisein von mehr als 100 kleinen und großen Gästen, vom Kasperl, der Prinzessin und dem Wachmann an König Marius übergeben. Zu einer seltenen und gelungenen Projektvorstellung schlüpften die drei verantwortlichen Architekten Nicole Stadelmayer (Prinzessin), Norbert Behringer (Kasperl) und Nenad Popovic (Wachmann) in die bekannten Figuren des Kasperletheaters und ernannten in ihren launigen und spaßigen Worten Bürgermeister Marius Hick zum König Marius und den Gemeinderat zu seinen Ministern.

Bei Lob und Kritik nahm dabei der „Kasper“ kein Blatt vor den Mund. So gab er deutlich zu erkennen, dass zum Beispiel viele „gscheite Handwerker“ aus der Region im Einsatz waren, die nicht gleich das Weite suchten, wenn es mal nicht ganz klappte. Norbert Behringer spielte als Kasper dabei auf weithergereiste Unternehmen an, die je nach Lust und Laune im Zuge der Bauphase auf der Baustelle erschienen waren und wenn es geklemmt habe, das „Weite“ gesucht hätten. Vom Architekten gab es aber auch Lob und Anerkennung. „Schee ischs gworden, mir gfällt es recht sackrisch“.

Zur Feierlichkeit in Gingen, war es wie so oft auf Baustellen: Bürgermeister Marius Hick ging zu seiner Eröffnungsrede an das Rednerpult und draußen vor der großen Glasfront der neuen Schulmensa, mit Blick auf den Hohenstein, räumten die schon seit langer Zeit erwarteten Landschaftsgärtner ihren fast fertiggestellten Arbeitsplatz in den Außenanlagen. Punktgenau waren auch im Inneren die letzten Handwerker fertig geworden und sorgten dafür, dass durch die Lüftung frischer Wind in die Mensa geblasen wurde und keiner der Ehrengäste aus Gemeinderat, Handwerksbetrieben, Schulvertreter und natürlich Kinder und Eltern, während der Gruß- und Dankesworte und Vorführungen ins Schwitzen kam.

Für Marius Hick haben die Firmen gute Arbeit geleistet. Er sagte, Gingen habe „etwas Tolles für die Zukunft bekommen“. Der Bürgermeister erläuterte für die Gäste die Zeitachse der gesamten Bauphase und betonte, dass die Investition von 4,7 Millionen Euro für Gingen ein Kraftakt war. Endlich habe Gingen mit der neuen Mensa auch das, was man schon lange wollte: einen multifunktionalen Bürgersaal.

„Die Verzögerung um fast ein Jahr wird gerne hingenommen, wenn ein Werk gelingt und alles im Kostenrahmen bleibt“, betonte Marius Hick. Der Bürgermeister von Gingen lud dazu ein, das entstandene Schmuckwerk entweder nach der Feier oder im Zuge der Gingener Festtage genauer unter die Lupe zu nehmen. Es lohne sich, so der Schultes, die Kita Hohenstein mit ihren Einrichtungen, die neue Mensa mit der Küchenzeile oder auch den Sicherheitsbereich der Schule genau anzuschauen. Bei der gesamten Planung und Bauausführung wurde auf viele kleine Details geachtet, so gibt es nun für die Schüler zum Beispiel auch einen Wasserspender.

Die drei Verantwortlichen für die Eröffnungsfeier Sabrina Nagel (Kita Hohenstein), Manuela Fetzer (stellvertretende Schulleiterin) und Stefanie Rodriguez (Schulsozialarbeiterin) bekamen von Marius Hick nicht nur das Lob  über die Frauenpower, sondern auch ein Blumengebinde. Vom Architekten-Trio bekam das Frauenteam eine Handvoll Bücher als Geschenk.

Ein gelungener Abschluss war die Tanzvorführung von Mädchen aus den Klassen eins bis vier. 18 Cheerleader hüpften akrobatisch durch die Mensa. Ihr Slogan bei der Übergabefeier: „Wir sind gut, wir sind die Hohensteiner.“

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