Gingen Gingen bald ein Ziel von Campern?

Zwischen der neuen Lärmschutzwand, die an der B 10-Ortsumfahrung von Gingen entsteht, und dem Reiterhof könnten Stellplätze für Wohnmobile entstehen.
Zwischen der neuen Lärmschutzwand, die an der B 10-Ortsumfahrung von Gingen entsteht, und dem Reiterhof könnten Stellplätze für Wohnmobile entstehen. © Foto: Ilja Siegemund
Gingen / Günter Hofer 18.05.2018
An der B 10 könnte ein Stellplatz entstehen. Isabell Noether berichtet über eine steigende Nachfrage.

Wie es um den Tourismus im Landkreis bestellt ist, haben Gingens Gemeinderäte kürzlich erfahren. Isabell Noether, seit fünf Jahren Geschäftsführerin des Vereins „Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf“, präsentierte den Räten einen Tourismusbericht. Dem war zu entnehmen, dass die vier Säulen – Wandern, Radfahren, regionale Produkte und Gästebetreuung – laufende Projekte des Vereins „Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf“ sind. Die Arbeit mache ihr unheimlich Spaß, da man „viele Ideen spinnen kann“.

Noether berichtete von einem stetigen Wachstum bei den Übernachtungszahlen, die um etwa fünf Prozent gestiegen seien. Damit liegt die Region derzeit auf Platz fünf in Baden-Württemberg. Immer beliebter wird der Urlaub mit dem Wohnmobil. Mit Bad Ditzenbach, Bad Überkingen, Wiesensteig und Heiningen  gebe es derzeit vier offizielle Wohnmobil-Standorte, an denen zusammen bis zu 23 Wohnmobile abgestellt werden können. Das Prädikat „sehr gut“ bekommt von der Tourismusexpertin vor allem der Platz in Heiningen, den Noether gegenüber dem in Bad Ditzenbach an der B 466 regelmäßig und gerne empfiehlt. Vor allem gut betuchte Menschen würden mit dem Wohnmobil reisen, sagte Isabell Noether. Im Schnitt geben diese pro Tag 50 Euro in der jeweiligen Gemeinde aus.

Campen hinter Lärmschutzwand

Davon möchte auch Gingen profitieren. Laut Bürgermeister Marius Hick stehe die Gemeinde in den Startlöchern. Ein Platz mit Wasser, Strom und Entsorgung könnte in naher Zukunft direkt hinter der Lärmschutzwand zwischen neuer B 10 und dem Reiterhof entstehen. Hick findet: „Ein schöner Platz mit direkter Verbindung zur Natur.“

Gut angenommen werde beispielsweise auch der Pedelec-Tourismus. Momentan stehen für die Touristen 30 Leihfahrräder zur Verfügung. Ein weiterer Renner sei laut Noether das „Albtrauf-Mitbring-Säckle“ mit verschiedenen, hochwertigen regionalen Produkten. Zu Hoch-Zeiten sehe die Geschäftsstelle wie ein Warenlager aus. Zwischen 4000 und 5000 Säckchen werden ausgegeben.

Info 30 Orte haben sich in dem Verein „Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf“ zusammengeschlossen, um den Tourismus zu steigern und Urlauber in die Region zu locken. Der Vereinsvorsitzende ist Geislingens Oberbürgermeister Frank Dehmer und die Geschäftsstelle befindet sich in Bad Ditzenbach.