Bad Boll Gewerbesteuer: Bad Boll freut sich über Einmaleffekt

JÜRGEN SCHÄFER 04.08.2016

Über sprunghaft gestiegene Einnahmen kann sich die Gemeinde Bad Boll freuen. Die Gewerbesteuer bringt statt angenommenen 2,9 Millionen volle vier Millionen Euro in die Gemeindekasse.

Kämmerer Christian Gunzenhauser stellt allerdings klar: Das sei ein Einmaleffekt, der auf Nachzahlungen beruhe. Zum Teil hätten die betreffenden Firmen nicht gewusst, wie ihnen geschieht. Ein Teil der zusätzlichen Einnahmen fließt aber durch höhere Ausgaben wieder ab: fast 150 000 Euro für Personalausgaben, 400 000 Euro für die Unterhaltung von Gebäuden und Grundstücken, 150 000 Euro für soziale Einrichtungen wie Kindergärten. Vom Land gibt’s außerdem 112 000 Euro mehr an Schlüsselzuweisungen, und 100 000 Euro hat Bad Boll gespart durch den Teilabbau des Schulcontainers – das Obergeschoss des Schulpavillons konnte als entbehrlich abgebaut werden.

Unterm Strich bleiben 470 000 Euro als Finanzspritze für die Rücklagen, die damit auf 930 000 Euro steigen.  Kämmerer Gunzenhauser mahnt weiterhin zur Konsolidierung und warnt sogar: In zwei Jahren liege die Ertragskraft des Haushalts bei Null, weil gute Erträge höhere Belastungen nach sich ziehen. Hannes Baab (Grüne) stößt ins selbe Horn:  „Wir sind sehr zufrieden, dürfen aber nicht übermütig werden.“