Böhmenkirch Gewerbegebiet "Hart" wird mit Kreisel an B 466 angebunden

So soll der Kreisverkehr auf der B 466 vor Böhmenkirch aussehen: Oben links die Einmündung zum Gewerbegebiet "Bußkreuz", unten rechts der geplante Anschluss für die Erweiterung des Gewerbegebietes "Hart".
So soll der Kreisverkehr auf der B 466 vor Böhmenkirch aussehen: Oben links die Einmündung zum Gewerbegebiet "Bußkreuz", unten rechts der geplante Anschluss für die Erweiterung des Gewerbegebietes "Hart". © Foto: Fotomontage: Rainer Lauschke
Böhmenkirch / THOMAS HEHN 22.03.2014
Das Gewerbegebiet Hart wird mit einem Kreisel an die B 466 angebunden. Das hat Böhmenkirchs Gemeinderat nach kontroverser Debatte beschlossen.

Das erweiterte Gewerbegebiet Hart wird mit einem Kreisverkehr an die B 466 angebunden. Diesen Beschluss hat der Böhmenkircher Gemeinderat am Dienstag gefasst - allerdings erst nach ausgiebiger Debatte. Bereits im Dezember hatte der Kreisel eine kontroverse Diskussion im Gremium ausgelöst. Hintergrund bildete die Frage, ob die nicht erheblichen Kosten für die Erschließung mit einem Kreisverkehr - das ist mit 658.000 Euro rund 100.000 Euro teurer als eine Kreuzung mit Linksabbiegespur - auf die Anlieger umgelegt werden können. So lange das nicht geklärt sei, werde auch kein Beschluss gefasst, hieß es damals.

Am Dienstag legte Bürgermeister Matthias Nägele nun erstmals öffentlich eine Berechnung vor: Und danach reicht ein Bauplatzpreis von 59 Euro pro Quadratmeter aus, die Kosten der Anbindung mit einem Kreisverkehr komplett über die Grundstücksverkäufe abzudecken. "In Treffelhausen haben wir die Plätze zuletzt für 58 Euro den Quadratmeter verkauft", sieht Nägele den Preis durchaus im Rahmen.

Für den Bürgermeister bietet der Kreisel gleich mehrere Vorteile: Neben dem besseren Verkehrsfluss werde der Durchgangsverkehr auf der B 466 spürbar gebremst, was sich auch auf die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt auswirken werde. Zumal der Kreisverkehr schon optisch den Ortseingang signalisiere.

Raimund Bühler hielt von alledem nichts: Er blieb bei seiner schon im Dezember vertretenen Meinung, dass der Kreisverkehr nicht teuer, sondern völlig unnötig sei: "Drei Zufahrten auf 500 Metern sind nicht zu rechtfertigen", argumentierte Bühler und erhob das sogar zum Antrag. Bei der Abstimmung blieb er dann aber mit seiner Ansicht allein: Der Antrag wurde mit überwältigender Mehrheit abgeschmettert. Bühlers zweiter Antrag, dann wenigstens über eine Kreuzung mit Linksabbiegespur abzustimmen ("100.000 Euro sind ja auch nicht wenig Geld"), kam nicht zur Abstimmung, weil der Antrag der Verwaltung der weitergehende war. Und so wurde der Bau des Kreisverkehrs schließlich mit großer Mehrheit beschlossen. Nur Bühler und Martin Vetter stimmten dagegen, Heidi Bühler-Maletycz und Erwin Lang enthielten sich.

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