Kommentar Helge Thiele: Getrübte Fasnetsbilanz

Kreis Göppingen / Helge Thiele 13.02.2018
Nicht selten ist es der unheilvolle Mix aus zu viel Alkohol und zu viel Aggressionspotenzial, der zum Ausbruch von Gewalt führt.

Trauriges Ende der Fasnet im Landkreis Göppingen: Für eine 83-jährige Frau in Rechberghausen kam am Dienstag beim Umzug in der Ortsmitte jede Hilfe zu spät. Sie starb vor dem Rathaus. Der von Passanten beobachtete Sturz der Seniorin war allerdings nicht die Todesursache, sondern die Folge ihrer gesundheitlichen Probleme.

Die Polizei hat am Dienstag eine durchwachsene Bilanz der in diesem Jahr kurzen Fasnetszeit gezogen. Natürlich ging es auch im Landkreis in den vergangenen Wochen meist friedlich und lustig zu, doch 18 Körperverletzungen bei oder am am Rande von närrischen Veranstaltungen sind 18 zu viel. Nicht selten ist es der unheilvolle Mix aus zu viel Alkohol und zu viel Aggressionspotenzial, der zum Ausbruch von Gewalt führt. Völlig überflüssig und unnötig und eine Zumutung sowohl für die große, große Mehrheit, die harmonisch feiern möchte, als auch für die Einsatzkräfte, die um ihren Job nicht zu beneiden sind. Schläger haben bei der Fasnet nichts verloren. Genauso wenig wie stark schwankende und lallende Zeitgenossen. Schlimm, wenn es sich dabei auch noch um Jugendliche oder Kinder handelt. Wo sind deren Eltern? Oder sind die selbst besoffen?

Für die nächste Saison wünscht man sich eine fröhliche Fasnet – ohne Gewalt und Komasaufen. Wahrscheinlich bleibt’s ein frommer Wunsch.

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