Müllheizkraftwerk Keine Umweltprüfung: Mehr Müll im Ofen genehmigt

Das Regierungspräsidium hat entschieden, dass mehr Müllverbrennung in Göppingen keine erheblichen Umweltauswirkunghen hat.
Das Regierungspräsidium hat entschieden, dass mehr Müllverbrennung in Göppingen keine erheblichen Umweltauswirkunghen hat. © Foto: Giacinto Carlucci
Kreis Göppingen / Dirk Hülser 18.12.2018
Das Regierungspräsidium Stuttgart hat bekanntgegeben, dass für die vorgesehene Durchsatzerhöhung des Müllheizkraftwerks keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist.

Nach mehr als neunwöchiger Vorprüfung hat das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart am Dienstagnachmittag bekanntgegeben, dass für die vorgesehene Durchsatzerhöhung des Müllheizkraftwerks keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig ist. Die Behörde kommt zu dem Schluss, es sei nachvollziehbar dargestellt worden, „dass durch die mit dem Vorhaben verbundenen Änderungen keine erheblich nachteiligen Umweltauswirkungen“ zu erwarten seien.

Damit ist der Weg für den Betreiber des Müllofens, EEW, und den Landkreis frei, den neuen Vertrag zu unterschreiben. Dieser wurde am 12. Oktober vom Kreistag beschlossen. Eine Hürde, die aber eher eine Formsache ist, muss EEW zuvor noch nehmen: Es wird vom RP nun ein „Änderungsgenehmigungsverfahren“ geben, dass auf Antrag von EEW allerdings „im beschränkt förmlichen Verfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt“ wird. Erst wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, darf EEW mehr Müll als bislang verbrennen.

Bislang werden in dem Meiler 157 680 Tonnen Abfall pro Jahr verbrannt, daraus wird Fernwärme erzeugt. Künftig, so steht es in dem gestern vom RP veröffentlichten Bescheid, sind es bis zu 179 580 Tonnen im Jahr – allerdings maximal 168 000 Tonnen pro Jahr im Drei-Jahres-Durchschnitt. Dies soll dadurch erreicht werden, dass es manchen Jahren mehrwöchige Stillstände der Anlage wegen Revisionen gibt, in anderen Jahren nicht.


Was das Regierungspräsidium zur Begründung für die Entscheidung anführt und was dies bedeutet, lesen Sie in der Mittwochsausgabe der NWZ oder im E-Paper.

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