Anlaufstelle Familientreff Schurwald ist jetzt angekommen

im ehemaligen Lädle im Rechberghäuser Zentrum haben Familien aus den Schurwaldgemeinden jetzt eine Anlaufstelle. Gestern war Einweihung.
im ehemaligen Lädle im Rechberghäuser Zentrum haben Familien aus den Schurwaldgemeinden jetzt eine Anlaufstelle. Gestern war Einweihung. © Foto: Staufenpress
Peter Buyer 10.01.2018
Der Familientreff Schurwald in Rechberghausen ist jetzt richtig angekommen. Am Montag war Einweihung.

Ein Kind turnt auf dem Teppich über die Mama, ein anderes hat Hunger und wird gestillt. Ein besonders neugieriges Kind lehnt mit seinen Händchen am bodentiefen Fenster und schaut den Autos und der Postbotin auf der Hauptstraße zu.Die Fingerabdrücke an der Scheibe stören niemanden.

Der neue Familientreff Schurwald ist fertig, gestern konnten sich Kinder, Eltern und alle anderen die neuen Räume im Zentrum Rechberghausens in der Hauptstraße 22 ansehen oder gleich mit kleinen Händen in Besitz nehmen. Auf rund 80 Quadratmetern im Erdgeschoss im alten Haus Schelling an der Ecke Hauptstraße und Amtsgasse hat der Treff seine neue Heimat gefunden.

Leiterin Nicole Nitzsche ist sehr angetan von den neuen Räumen „des schönsten Familientreffs im Landkreis“. Vielleicht hat sie recht, der große Aufenthaltsraum, das Spielzimmer und das Büro sehen wirklich gut aus, mit neuem Holzboden für warme Kinder- und Elternfüße, bodentiefen Fenstern zum raus- und reingucken. Und eine Küche zum gemeinsamen Kochen gibt es auch noch. Nitzsche hat viel vor im Familientreff. Das offene Café für Eltern und Kinder am Dienstagvormittag und die Pekip-Kurse am Donnerstag bleiben, wie schon im bisherigen Domizil im Haus der evangelischen Kirchengemeinde. Dazu wird es eine Hebammensprechstunde und Vorträge zu verschiedenen Familien- und Erziehungsthemen geben.

Am Tag der Einweihung sind die Kinder noch in der Minderzahl. Im frisch renovierten Hauptraum drängen sich mindestens zwei Dutzend Erwachsene. Der zur Einweihung geeilte Leiter des Dezernats Jugend und Soziales beim Landkreis Göppingen, Rudolf Dangelmayr, hat vor allem die lebensfroh auf dem Boden turnenden und kullernden Kinder im Auge: „Zur Kindererziehung gehört ein ganzes Dorf“, zitiert er ein afrikanisches Sprichwort. Im Schurwald sogar mehrere Dörfer, denn der Familientreff Schurwald ist ein Gemeinschaftswerk vieler Beteiligter. Landkreis, Diakonisches Werk und die Gemeinden Adelberg, Birenbach, Börtlingen, Wangen und natürlich Rechberghausen haben sich gemeinsam engagiert.

Bürgermeisterin Claudia Dörner fasst kurz zusammen, was das ganze gekostet hat: Rund 380 000 Euro hat die Gemeinde in das Haus Schelling investiert. Der größte Teil davon, rund 200 000 Euro kamen als Fördermittel zurück in die Gemeindekasse. Für das Geld gab es eine ganze Menge. Die Räume des Familientreffs und in Ober- und Dachgeschoss noch jeweils eine Wohnung, die die Gemeinde vermietet.

Von den ersten Überlegungen bis zur gestrigen Einweihung vergingen nicht mal zwei Jahre, und das trotz einiger Verzögerungen bei der Renovierung des Hauses, das zuvor jahrelang leer gestanden hatte. Ganz früher gab es dort auch schon mal etwas für Kinder, weiß Nicole Nitzsche. „Hier war ein kleiner Laden, und für ein paar Pfennig gab es aus dem Bonbonglas etwas Süßes.“ Laden und Glas sind weg, aber was Süßes gab es gestern trotzdem: Popcorn, frisch gemacht. Noch warm verschwand er schnell nicht nur in kleinen Kindermündern.

Die Entstehung des Familientreffs

Sanierung Von den ersten Überlegungen bis zur Einweihung vergingen nicht mal zwei Jahre, und das trotz einiger Verzögerungen bei der Renovierung des Hauses, das zuvor jahrelang leer gestanden hatte.
Geschichte Ganz früher gab es im Haus Schelling auch schon mal etwas für Kinder, weiß Nicole Nitzsche. „Hier war ein kleiner Laden, und für ein paar Pfennig gab es aus dem Bonbonglas etwas Süßes.“ Laden und Glas sind weg, aber was Süßes gab es gestern trotzdem: Popcorn, frisch gemacht. Noch ganz warm verschwand das Popcorn schnell nicht nur in kleinen Kindermündern.