Medizin Gemeinsame Behandlung zeigt Wirkung

Göppingen / SWP 16.08.2018

Im Juli 2017 eröffnete die neue kombinierte Psychotherapiestation mit integrierter Eltern-Kind-Abteilung im Christophsbad. Hier behandeln Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gemeinsam mit Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie im Zusammenwirken mit Fachtherapeuten aus beiden Bereichen psychisch erkrankte Eltern und Kinder. Dies, so heißt es in der Pressemitteilung, sei der Königsweg zum erfolgreichen Arbeiten an einer Verbesserung oft verhärteter und frustrierender Beziehungsmuster in der Familie. Seit der Eröffnung könne die Abteilung nun bereits auf zahlreiche Therapieerfolge bei Eltern und Kindern zurückblicken.

Auf der Eltern-Kind-Station werden psychisch erkrankte Eltern (Mutter oder Vater) mit dem ebenfalls erkrankten Kind im Alter von vier bis zehn Jahren gemeinsam behandelt. „In Einzelfällen bieten wir aber auch Erwachsenen, deren psychischer Krankheitszustand in Zusammenhang mit familiären Konflikten auftritt, hier eine Therapiemöglichkeit“, erklärt Dr. Stefanie Härle, Oberärztin der Eltern-Kind-Station. „Paar- und Familiengespräche sowie das Einbeziehen von wichtigen Angehörigen sind von besonderer Bedeutung.“

Seit Juli 2017 wurden laut Klinikum 24 Mütter beziehungsweise Väter mit ihren Kindern auf der Station gemeinsam behandelt. „Die Therapeuten der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie wirken dabei durchgängig eng zusammen“, betont der Kinder- und Jugendpsychiater und Pädiater Boris Schößler, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Und Dr. Markus Löble, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie, ergänzt, „seit Jahren wissen wir, wie wirkungsvoll und nachhaltig die gemeinsame Behandlung von Kindern und Eltern ist. Ich bin froh, dass wir dies jetzt im Klinikum Christophsbad realisiert haben.“

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