Leitartikel Ilja Siegemund: „Gemeinsam für Weiterbau“

GZ-Redakteur Ilja Siegemund
GZ-Redakteur Ilja Siegemund © Foto: Markus Sontheimer
Gingen / Ilja Siegemund 11.07.2018
Die Freigabe der Gingener Ortsumfahrung (B 10 neu) ist ein Grund zur Freude, zugleich auch Anlass, sich für den Weiterbau einzusetzen.

Vor zweieinhalb Jahren sind die ersten Baufahrzeuge angerückt, um Gingens Ortsumfahrung in Angriff zu nehmen. Bis zum Schluss waren bei vielen die Zweifel groß: Erleben sie tatsächlich die lang ersehnte Freigabe der neuen B 10, die Gingen vor dem Verkehr schützen soll, schon am 10. Juli dieses Jahres? Oder liegt ein Weiterbau der B 10 neu genauso in weiter Ferne wie die Fertigstellung des Pannenflughafens BER in Berlin? Solche Aussagen sind verständlich, wurden die Menschen in der Vergangenheit doch ein ums andere Mal vertröstet und der Termin zur Fertigstellung der Straße immer wieder aufs Neue verschoben.

Doch zum Glück wurden jetzt all die Zweifler eines Besseren belehrt: Ab heute rollen die Autos und Lastwagen über die neue Straße. Das ist ein großer Erfolg, der gebührend gefeiert werden darf. Zugleich sollte dies aber ein Ansporn sein, den Weiterbau der neuen B 10 bis Geislingen-Ost nicht aus den Augen zu verlieren. Während sich die Menschen in Gingen darüber freuen, dass sie nun hoffentlich von der Blechlawine verschont werden, haben die Bürger in Kuchen und Geislingen noch immer mit dem Lärm, dem Dreck und den Abgasen der unzähligen Fahrzeuge zu kämpfen. Nicht zu vergessen die Pendler, die sich auf dem Weg zur Arbeit viel zu oft nur im Schneckentempo fortbewegen können und bei denen der Frust zu Recht groß ist.

Daher kann es nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn die Bürgeraktion um Peter Maichle, aber auch die Politiker aus der Region in Sachen B 10 neu weiterhin geschlossen auftreten und für das wichtige Ziel kämpfen. Dass Gingens Bürgermeister Marius Hick gestern vor hunderten von Menschen für einen Weiterbau trommelte, war richtig und wichtig. Der Weiterbau der B 10 muss kommen – und zwar nicht irgendwann, sondern möglichst bald.

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