Uhingen Gemeinderat Uhingen: Klimaschutz vorantreiben

Timm Engelhardt von der Energieagentur Göppingen will erneuerbare Energien im Kreis weiter ausbauen.
Timm Engelhardt von der Energieagentur Göppingen will erneuerbare Energien im Kreis weiter ausbauen.
Uhingen / TIMO NAGEL 17.03.2014
Mit dem Projekt "Coaching kommunaler Klimaschutz" wurde bereits eine Basis geschaffen. Uhingen will diesen Weg jetzt weiter verfolgen.

Klimaschutz und Energiewende sind zwar große Themen in der Bundespolitik, aber auch im Kreis Göppingen wird aktiv für einen ökonomischeren Umgang mit Energie und für mehr Rücksicht auf das Klima gekämpft. Mit dem Projekt "Coaching kommunaler Klimaschutz" wurde 2013 in Lauterstein, Albershausen und Uhingen ein entscheidender Schritt gemacht. Anhand dieser drei Kommunen sollte beispielhaft erprobt werden, wie auf lokaler Ebene Klimaschutz betrieben werden kann.

Der Gemeinderat von Uhingen hat nun beschlossen, dass der eingeschlagene Weg weiter verfolgt werden müsse. In zwei zusätzlichen Workshops sollen aktive Maßnahmen zum Klimaschutz und die Versorgung mit erneuerbaren Energien weiter Gestalt annehmen."Das Potential des Landkreises ist beim Thema der erneuerbaren Energien noch lange nicht ausgeschöpft", erklärte Timm Engelhardt, Geschäftsführer der Energieagentur Göppingen. Das Gesamtpotential sei sogar so hoch, dass es den Energiebedarf des Landkreises komplett decken könne. Bis 2050, so die Zielvorgabe, soll der Anteil der erneuerbaren Energien 100 Prozent betragen und alle anderen Energieträger ersetzen. Gleichzeitig wolle man eine Verbrauchsminderung bis zu 49 Prozent erreichen. Dies wäre eine gewaltige finanzielle Entlastung, denn die gegenwärtigen Ausgaben für Energie belaufen sich auf rund 600 Millionen Euro. Gleichzeitig könne man den CO²-Ausstoß mindern und so zum Klimaschutz beitragen, meint Engelhart.

Was die CO²-Bilanz angeht, so liegt Uhingen mit 11,6 Tonnen pro Jahr und Einwohner genau im Durchschnitt des Landkreises. Aber damit wolle man nicht zufrieden sein, sondern eine Vorreiterrolle einnehmen. "Viel wurde schon erreicht, aber dies ist eine Aufgabe, die uns immer wieder beschäftigen wird", sagte Bürgermeister Matthias Wittlinger. "Es müssen weiter intelligente Investitionen getätigt werden und gleichzeitig muss man sich um Fördermittel bemühen." Damit wurde eines deutlich: auch mit den zwei zusätzlichen Workshops ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. Werner Lorenz, Vorsitzender der SPD-Fraktion, bekräftigte: "Es müssen auch die Bürger mit ins Boot geholt werden."

In den Klima-Workshops werden alle Fraktionen des Gemeinderats einbezogen. Für die SPD wird Sonja Riesner-Hendlmeier teilnehmen, für die FWV Werner Wendl. Sabine Braun wird für die CDU in den Workshops mitarbeiten und die FDP wird vertreten von Wolfgang Fauth. Am Mittwoch, 26. März, soll über das kommunale Energiemanagement sowie über eine effektive Institutionalisierung der Projektansätze gesprochen werden. Der zweite Workshop am Mittwoch, 9. April, zielt vor allem auf die Öffentlichkeitsarbeit und die Siedlungsentwicklung ab.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel