Betreuung Gemeinderat übt Kritik am Land

Heim
Heim © Foto: swp
Bad Überkingen / Ralf Heisele 16.08.2018

In Bad Überkingen steigen zum 1. September die Kindergartengebühren um fünf Prozent. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Wie Bürgermeister Matthias Heim ausführte, komme man an der Erhöhung nicht vorbei. Allein durch die Tariferhöhung steigen die Personalkosten in diesem Jahr um 20 000 Euro. Dazu kämen Kosten für die Ausstattung, Energie, Gebäudeunterhaltung und Spielmaterialien hinzu.

„Wir investieren allein in Hausen in diesem Jahr 40 000 Euro in die Modernisierung und Ausstattung der Krippe“, sagte Heim. Auch beim evangelischen Kindergarten in Unterböhringen trage die Gemeinde für die Ganztagsgruppe 100 Prozent der Kosten. Trotz der Gebührenerhöhung bleiben 88 Prozent der Kosten für den Betrieb der Kindergärten an der Gemeinde hängen. Kritik übte Matthias Heim (Foto) an der Landespolitik – sie lasse bei den Zuschüssen für den laufenden Betrieb die Gemeinden mehr und mehr im Regen stehen.

„Zahlen müssen wir“

Ein Versagen der Politik prangerte auch Ratsmitglied Alexander Geis an. Das Land gebe vor, was gemacht werden müsse, „und zahlen müssen wir“. Die fünfprozentige Erhöhung der Gebühren decke nicht einmal die aktuelle Tariferhöhung. Werner Straub erinnerte daran, dass die Gebühren im vergangenen Jahr stabil geblieben seien. Künftig wolle er lieber jährlich in kleinen Schritten die Gebühren erhöhen. Dieter Clauß war enttäuscht, dass niemand der Elternvertreter bei der Sitzung zugegen war.

Zum neuen Kindergartenjahr ab 1. September steigen die Gebühren um fünf Prozent. Ein paar Beispiele: In der Regelgruppe kostet es bei einem Kind in der Familie künftig 118 statt 112 Euro, bei zwei Kindern in der Familie 90 Euro (bislang 85) und bei drei Kindern in der Familie 59 Euro (56). Ein Platz in der Kindergruppe kostet ab September 344 Euro (327) für ein Kind in der Familie und 256 Euro (243) bei zwei Kindern in der Familie.

Die Ganztagesbetreuung an fünf Tagen in der Woche schlägt künftig bei einem Kind in der Familie mit 230 Euro (219) zu Buche, bei zwei Kindern in der Familie sind es 182 Euro (173). Zudem wird der Preis fürs Mittagessen von 3,50 auf 4,30 Euro angehoben.  

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