Gammelshausen Gemeinde will Verkehrslärm eindämmen

JS 06.03.2015

Mit einem Lärmaktionsplan will Gammelshausen die Lärmprobleme in der Ortsdurchfahrt und an der Steige besser in den Griff kriegen. Bürgermeister Daniel Kohl sieht Flüsterasphalt, Tempo 30 oder Verkehrshindernisse wie Pflanztröge als mögliche Mittel. "Es gibt hier kein 'richtig' und 'falsch', wir brauchen einen individuellen Weg." Kohl will zunächst im Verband Raum Bad Boll klären, ob noch andere Gemeinden einen Lärmaktionsplan wollen, weil es gemeinsam günstiger wird. Klagen über Raser und Lärm vor allem im oberen Abschnitt gibt es seit Jahr und Tag. Die Verkehrszählung vom letzten Mai und Juli ergab, dass täglich 5000 bis 6700 Fahrzeuge durchziehen. Zwingend wäre ein Lärmaktionsplan zwar erst ab 8200 Fahrzeugen, aber Kohl hält ihn wegen der Lärmbelastung trotzdem für unumgänglich. Eine Lärmkartierung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz hat Werte von 65 bis 70 Dezibel ermittelt. Da fließe auch der Lärm von der Steige ein, der Anwohnern im oberen Dorf zu schaffen macht, sagt Kohl. Eine Maßnahme ist bereits im Ärmel: Das dortige Ortsschild soll 50 Meter hangaufwärts versetzt werden, um die Fahrer früher zu bremsen. Möglich macht's die Erweiterung des Friedhofs. Ungut findet der Schultes auch die Situation am unteren Ortseingang, wo täglich 11 600 Fahrzeuge die Anwohner zwischen Ortsschild und Kreisel belasten.