Kreis Göppingen Gegen Ausgrenzung Familienkreis der Caritas feiert Geburtstag

Kreis Göppingen / PM 16.06.2015

1975 rief die damalige Leiterin der Caritas-Kreisstelle, Margarete Schmid, gemeinsam mit einem betroffenen Elternpaar, drei Pfarrern und einer Lehrerin den Familienkreis für Familien mit behinderten Kindern ins Leben. Im Zentrum standen Kinder mit einer geistigen Behinderung, die zuhause in ihren Familien lebten.

In Kirche und Gesellschaft waren diese damals eher noch ausgegrenzt, im Gottesdienst wurden sie als störend empfunden, im sozialen Umfeld zogen sich die Familien häufig noch zurück. Besonders belastend erlebten die kirchlich gebundenen Familien, dass auch eine Teilnahme an der Erstkommunion nicht unproblematisch war. Über Schulen, Einrichtungen und Pfarrämter wurde zu diesen Familien der Kontakt gesucht und in kurzer Zeit wurde das Angebot sehr gut angenommen. Teilweise nahmen bis zu 200 Personen an den Begegnungsnachmittagen und Gottesdiensten teil. Mit der Zeit wuchs das Angebot, es wurden Ausflüge unternommen und Feste gefeiert. Die Mütter konnten in Kuren vermittelt werden und die Familien in Freizeitmaßnahmen.

Die ersten 40 Jahre Familienkreis sind jetzt mit einem Gottesdienst und anschließendem Essen und einer Begegnung gefeiert worden. Der Kinderzirkus Arcobaleno aus Göppingen trug zur Unterhaltung bei.