Bescheid Geflüchtete Menschen in Selbständigkeit stärken

Almut Cobet, Prof. Tim Brüggemann (4. und 3. v. l.) und das Team der Stabsstelle Migration und Teilhabe einschließlich des Integrationsbeauftragten Timo Meuser und der Flüchtlingsbeauftragten Petra Rothfuß bei der Zertifikatsübergabe.
Almut Cobet, Prof. Tim Brüggemann (4. und 3. v. l.) und das Team der Stabsstelle Migration und Teilhabe einschließlich des Integrationsbeauftragten Timo Meuser und der Flüchtlingsbeauftragten Petra Rothfuß bei der Zertifikatsübergabe. © Foto: privat
Göppingen / swp 13.06.2018

Damit Geflüchtete in der Göppinger Anschlussunterbringung nachhaltig in die Stadtgesellschaft integriert werden, wurden zum 1. Februar 2018 sieben Integrationsmanagerinnen – zunächst befristet auf zwei Jahre – bei der Stabsstelle Migration und Teilhabe eingestellt. Ein entsprechender Förderbescheid erreichte jetzt die Erste Bürgermeisterin Almut Cobet.

 „Ich freue mich sehr, dass das Ministerium für Soziales und Integration unsere neu eingerichteten Stellen im Rahmen des Paktes für Integration zu 100 Prozent finanziert“, zeigte sich Cobet erfreut. Man erhalte durch deren Arbeit erstmals vertiefte Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Geflüchteten vor Ort.

Als Kernelement des Paktes für Integration fördert das Land eine flächendeckende und individuelle Sozialberatung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Die Integrationsmanagerinnen arbeiten dabei nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Geflüchtete Menschen sollen in ihrer Selbstständigkeit gestärkt und durch den Rückgriff auf lokale Strukturen bereits möglichst früh in die Gesellschaft integriert werden.

Auf Basis dieser professionellen Sozialbegleitung werden gezielt Konzepte für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in die Wege geleitet. Auch für die laufende Integrationsplanung gibt das Integrationsmanagement wichtige Impulse. Insgesamt werden 834 Menschen durch die Integrationsmanagerinnen betreut. Über 43 Prozent konnten bisher in persönlichen Beratungs- und Betreuungsgesprächen konkrete Hilfen erfahren. Das Integrationsmanagement bietet Sprechzeiten und individuelle Gesprächstermine in den Büros im Bürgerhaus an, wird aber auch aufsuchend tätig. Mehrsprachige Informationen und Ansprechpartner sind im neuen Flyer „Integrationsmanagement der Stadt Göppingen“ und auf der Homepage der Stadt Göppingen unter „Unsere Stadt/Migration und Teilhabe/Integrationsmanagement“ zu finden.

Am vergangenen Donnerstag, 7. Juni, fand im Bürgerhaus außerdem die feierliche Übergabe der Zertifikate für die erfolgreich absolvierte Qualifizierung der städtischen Integrationsmanagerinnen durch Professor Tim Brüggemann, Prorektor der Fachhochschule des Mittelstandes mit Hauptsitz in Bielefeld, statt.

Die einwöchige Qualifizierungsmaßnahme im Februar umfasste alle mit der Arbeit der Integrationsmanagerinnen verknüpften  Themenfelder. Das sind zum Beispiel Asyl- und ausländerrechtliche Grundlagen, Maßnahmen und Angebote der Regeldienste und Einrichtungen, Angebote der Anerkennungsberatung für im Ausland erworbene Abschlüsse, Arbeitsmarktintegration, Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen sowie vor allem auch die Grundlagen der Beratungsarbeit.

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