Finanzen Gedämpfte Freude über Zuschuss

Aichelberg / Jürgen Schäfer 25.07.2018

Aichelberg bekommt 600 000 Euro vom Ausgleichsstock für das geplante Kinderhaus – aber kommt die Gemeinde damit klar? Das ist jetzt für Bürgermeister Martin Eisele die große Frage. 950 000 Euro hatte die Gemeinde für ihr 3,1 Millionen-Projekt beantragt. Ein neues Kinderhaus für dann drei Gruppen und Ganztagesbetreuung soll in ein, zwei Jahren den jetzigen Kindergartenbetrieb im Rathaus ablösen, der als nicht mehr zeitgemäß gilt. Aber jetzt fehlen 350 000 Euro in der Finanzierung, sagt Eisele. Er hat gestern nachmittag von der Bewilligung erfahren und sich gleich mal mit der Verbandskämmerin beraten. Wie sieht’s mit Mehreinnahmen aus, gibt es Einsparungen im laufenden Haushaltsjahr? Er wisse noch nicht, ob man die Lücke schließen könne, sagt Eisele. Aber immerhin: „Mich begleitet die Hoffnung, dass wir’s hinbekommen.“

Von 3,1 Millionen Euro müsste Aichelberg 2,5 Millionen allein schultern. Eisele hat so einen Brocken in 17 Jahren Amtszeit noch nicht gehabt. „Ein Jahrhundertprojekt“, sagt er. Das treibt auch den Gemeinderat um. Alle wollen den Neubau. Aber kann sich Aichelberg das auch wirklich leisten? Eisele ist sich sicher: Es werde Diskussionen geben, wenn man Zahlen und Prognosen zur Finanzentwicklung auf dem Tisch habe. Er hoffe nicht, dass er dem Gemeinderat vorschlagen müsse, den Neubau zu vertagen und im nächsten Jahr auf einen höheren Zuschuss zu hoffen.

Rein statistisch ist Aichelberg gut bedacht worden. Nur 42 Prozent der Förderwünsche konnten erfüllt werden, teilt das Regierungspräsidium mit. Die Schwerpunkte lägen dieses Jahr auf Schulen und Kleinkindbetreuung. 

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