"Nie im Traum hätte ich daran gedacht", betont Ariane Kreidler und fügt lachend hinzu: "Das war ja noch im letzten Jahrtausend." Stimmt. Man schrieb das Jahr 1999, als einige Mitglieder der Gewerbeinitiative Hattenhofen (Giha) den Winterzauber, eine ausgewogene Mischung aus Après Ski, Lagerfeuerromantik, Volksfest sowie Guggen- und Unterhaltsmusik, zum ersten Mal in die Tat umsetzten. Frei nach dem Motto: Feiern im Sommer kann jeder, im Winter nur wir.

Platz, Konzeption sowie ein bisweilen bis zu fünfzigköpfiges Helferteam waren schnell gefunden. Was will man mehr? Volles Haus gab es auch bei der fünfzehnten Freiluftsause, in der eigens mit Tonnen von Hackschnitzeln präparierten Dorfmitte, die dadurch für garantiert warme Füße sorgt.

"Dine & Robi", das singende Event-Duo, lösten heuer zum ersten Mal das bisherige Vater-Tochter-Gespann Klaus und Larissa Maria Wäspy ab. "Wir dachten, wir bieten unseren Gästen mal etwas Abwechslung in der Musik und haben uns auch für den kleinen oder großen Hunger was Besonderes einfallen lassen", verrät Mitorganisator Jürgen Schmidmaier. Der Sprecher der Gewerbeinitiative erinnert sich zurück, wie alles mit etwa 150 Leuten begann. "Das wir mittlerweile das Zehnfache an Besuchern haben und viele sogar aus den Nachbarkreisen kommen, ist natürlich spitze und hätte damals keiner von uns zu hoffen gewagt". Nicht minder froh ist er, dass es in all den Jahren nie Ärger in Form von Alkoholexzessen oder gar Schlägereien gab. "Bei uns sind Polizei und Sanitäter zum Glück arbeitslos."

Essen, trinken miteinander schwätzen, schunkeln, tanzen - das ungezwungene und fröhliche Miteinander beim Winterzauber kommt an, da stört es keinen, wenn der Winter in diesem Jahr keiner ist. Ein Hingucker sind die aufgepimpten Öfen mit Giha-Logo, die gleichwohl Wärme und Atmosphäre ausstrahlen.

Nicht minder strahlen die "Kräuter-Weibla". Die fidele Gruppe in ihrem hübschen Gewand sorgt gleichfalls für Aufmerksamkeit. "Super, spitze", das sind die klaren Worte von Sabrina und Laura Krüger, Mutter und Tochter aus Roßwälden. Seit sechs Jahren bringen sie sich in dieser Funktion mit rund 30 bis 35 weiteren Gleichgesinnten in verschiedenen Faschingsumzügen, Narrensprüngen und ähnlichen Veranstaltungen ein und sind dementsprechend auch beim Winterzauber Dauergast.