Kreis Göppingen/Alb-Donau-Kreis Gastkommentar: Bahnhof in Merklingen ist kein Selbstläufer

Klaus Kaufmann fordert, dass sich Landrat Edger Wolff positioniert.
Klaus Kaufmann fordert, dass sich Landrat Edger Wolff positioniert. © Foto: Stadtverwaltung Laichingen
Klaus Kaufmann 13.01.2018

Der Bau des Bahnhofs Merklingen-Schwäbische Alb an der ICE-Neubaustrecke Stuttgart-Ulm bietet den an diesem Projekt beteiligten Kommunen durch ein geplantes Gewerbegebiet aussichtsreiche Zukunfts- und Entwicklungschancen wie kaum ein anderes Infrastrukturprojekt sie bieten könnte.

Die im Landkreis Göppingen liegenden Gemeinden Mühlhausen und Bad Ditzenbach, die Stadt Wiesensteig und auch die im Alb-Donau-Kreis liegende Gemeinde Dornstadt haben ihre Chancen erkannt und sehen in einer Beteiligung am Zweckverband die Vorteile, die sich aus einer besseren Anbindung an den Bahnhof bei Merklingen bieten. Aufgrund der topografischen Lage der drei Filstalgemeinden ist auf deren Gebiet eine weitere gewerbliche Entwicklung nur sehr eingeschränkt möglich. Das Gewerbegebiet mit seinen hervorragenden Verkehrsanbindungen über die A 8 und an den Regionalbahnhof lässt optimistisch in die Zukunft blicken. Den mutigen Bürgermeistern und ihren Gemeinderäten muss an dieser Stelle ein großes Lob ausgesprochen werden.

Das ist jedoch kein Selbstläufer. Dafür müssen in einigen Bereichen die Weichen in die richtige Richtung gestellt werden. Der öffentliche Personennahverkehr der gesamten Region muss an den Bahnhof angebunden werden. Dies ermöglicht auch den im Filstal lebenden Menschen völlig neue Verkehrsverbindungen, die es zuvor nie gab.

Hier wird der Landkreis Göppingen gefordert sein, die notwendigen Busverbindungen ab Inbetriebnahme des Bahnhofs bereitzustellen. Der Landkreis muss die Kommunen unterstützen, damit diese dann auch tatsächlich in den Nutzen, die der Bahnhof und das Gewerbegebiet mit sich bringen, gelangen. Eine klare Positionierung von Landrat Edgar Wolff ist längst überfällig!