Ferienprogramm Ganz guter Unterbau für die Zukunft

Säbelschwinger: Schüler beim Fechten.
Säbelschwinger: Schüler beim Fechten. © Foto: Inge Czemmel
Heiningen / Inge Czemmel 05.09.2018

„Fechten“, stand in Heiningen auf dem Schülerferienprogramm. Bewegung, Gymnastik, Dehnen – bevor gefochten wird, heißt es erst mal: Warmmachen! Dabei stellen einige Kinder fest: „Gar nicht so einfach, auf einem Bein das Gleichgewicht nicht zu verlieren.“ Auch nach dem Warmmachen gib es noch keinen Säbel. Zuerst müssen Fußstellung, das Vor- und Rückwärtsbewegen und allerhand Technik eingeübt werden.

Inzwischen treffen zwei Nachzügler ein. Sie haben gewohnheitsmäßig zunächst am einstigen „Fechterheim“ nach der Veranstaltung des Schülerferienprogramms gesucht und mussten feststellen: Es ist jetzt ein Musikerheim.

„Wir mussten Anfang des Jahres das Vereinsheim räumen“, erklärt Stefan Traub, der sporttechnische Leiter des Fechtclubs Göppingen, welcher viele Jahre dort seine Heimat hatte. „Das ist sehr schade, aber wir haben dieses Thema jetzt abgehakt und schauen nach vorn. Wir haben uns nach dem etwas hektischen Übergang halbwegs sortiert und an die neue Situation gewöhnt. Die Gemeinde Heiningen hat uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr unterstützt und wir sind jetzt in der Schule untergekommen. Dort haben wir einen Vereinsraum und zwei Lagerräume und fühlen uns soweit ganz wohl. Für das Training wurde uns am Donnerstag die neue Technotherm-Halle in Eschenbach zur Verfügung gestellt.“

Austritte habe es keine gegeben und die 18 Kinder und Jugendlichen, die derzeit im Verein fechten, seien ein ganz guter Unterbau für die Zukunft. „Dieses Jahr kamen sogar fünf Neue hinzu“, freut sich Traub und kündigt an: „Nach den Ferien werden unsere Trainer – wir haben ja eine Kooperation mit der TSG Eislingen und der Turnerschaft Göppingen – aktiv an den Schulen für die Sportart werben.“

Der sporttechnische Leiter hofft: „Vielleicht bleibt ja auch von den Schülerferienprogrammen jemand hängen.“

In Heiningen sind zehn Kinder eifrig dabei, die Beinarbeit des Fechtens zu erlernen. Ein bisschen in die Knie gehen und die Fußspitze anheben und dann auf Kommando: „Zwei Schritte vor und einen zurück.“ „Nicht hopfen und beim Rückwärtsgehen nie nach hinten gucken“ erklärt Jo Rieg den Sieben- bis Zehnjährigen. „Der Gegner ist vorn und den muss man im Auge behalten.“ Als die Beinarbeit schon ganz gut klappt, dürfen alle eine Fechtmaske aufsetzen und bekommen einen Säbel in die Hand. Ein ungewohntes Gefühl, sich so gegenüber zu stehen.

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