Gammelshausen Gammelshausen hat wenig Spielraum

JS 25.09.2015

Die Gammelshäuser Finanzen bleiben angespannt und werden sich nächstes Jahr verschlechtern. Dies eröffnete Verbandskämmerer Michael Deiß dem Gemeinderat. Der Ertrag aus den laufenden Einnahmen sinkt um 17 000 auf 102 000 Euro. Zwar hat sich die Gewerbesteuer erholt und bleibt stabil bei 110 000 Euro. Auch wurde mehr Holz eingeschlagen, was 8000 Euro Mehreinnahmen bringt. Andere Posten entwickelten sich negativ. In einem Fall mit erfreulichem Hintergrund: Es gab weniger Sterbefälle, die Friedhofsgebühren rutschten ins Minus.

Außerplanmäßige Investitionen belasten den Haushalt auch. Die Gemeinde lässt das Dach ihres Gebäudes Hauptstraße 21 für 67 000 Euro richten, ein Urnengemeinschaftsgrab für 18 000 Euro wird angelegt. Dafür wird die Rücklage verbraucht. Neue Kredite beschränken sich auf 74 000 statt 160 000 Euro. Damit hat die Gemeinde etwas Luft. Das Landratsamt hatte die Neuverschuldung kritisch gesehen. Die Aussichten sind trübe. Gammelshausen muss 2016 eine höhere Umlage zahlen, auch der Ertrag des Verwaltungshaushalts werde sich verschlechtern. Deiß warnt: "Selbst in wirtschaftlich guten Zeiten kann der Haushaltsausgleich nahezu nicht mehr erreicht werden." Bürgermeister Daniel Kohl spricht von einer ernsten Sachlage. "Die Situation ist nicht erfreulich. Für die Kür bleibt nicht viel Platz."