Gammelshausen Gammelshausen erwartet Schüler aus Brigels

Lebendige Partnerschaft: Gammelshäuser waren beim Almabzug in Brigels (Bild), im nächsten Jahr erwarten sie die Brigelser zu ihrem Almabtrieb.
Lebendige Partnerschaft: Gammelshäuser waren beim Almabzug in Brigels (Bild), im nächsten Jahr erwarten sie die Brigelser zu ihrem Almabtrieb. © Foto: Gemeinde
Gammelshausen / JÜRGEN SCHÄFER 08.01.2016
Die Partnerschaft von Gammelshausen mit dem schweizerischen Brigels ist wieder in Fahrt. Dieses Jahr werden Schüler aus Brigels erwartet.

"Es läuft wieder was in der Partnerschaft." So hat es der Mitbegründer der Partnerschaft auf schweizerischer Seite, Augustin Cathomen, im vergangenen Herbst freudig festgestellt, als 40 Gäste aus Gammelshausen zum "Almabzug" in seiner Gemeinde kamen. Zusammen haben sie das Brigelser und Gammelshäuser Freundschaftslied angestimmt, berichtet der Gammelshäuser Bürgermeister Daniel Kohl. Ein Lied aus den 80ern, als die Freundschaft begründet wurde. "Canzun dil bau" heißt es auf rätoromanisch, der Muttersprache der Brigelser, die ihren Ort auch Breil nennen. "Es war eine Gänsehautatmosphäre", erzählt Kohl.

Im Mai soll es gleich weitergehen. Da wollen 17 Schüler aus Brigels Gammelshausen kennenlernen. Es handelt sich um die Abschlussklasse, berichtet Kohl, um 15 und 16-Jährige, die die dritte Oberstufe absolvieren. Kohl hat schon Vorstellungen, was man ihnen bieten kann. Ein Zeltlager am Galgenbuckel fände er schön, da könnte sich die Brigelser und Gammelshäuser Jugend kennenlernen. Das sei freilich eine Frage der Wetterlage. "Wir brauchen einen Plan B." Was an Programm denkbar wäre: Malkurse in der "Schnapsidee", einem Haus für Kunst und Kultur in Gammelshausen, eine Begehung des Obstlehrpfads, der der erste im ganzen Landkreis war und noch heute besonders ist. Zeigen will man den Gästen Bad Boll und Göppingen, und nach Stuttgart soll's auch gehen. Attraktionen könnten der Musical-Tempel SI Centrum und das Daimlermuseum sein. Der Grundgedanke: "Wir wollen sie drei Tage umsorgen", sagt Kohl, an zwei weiteren sind die Gäste dann unterwegs. "Wir haben, glaube ich, genug zu bieten, dass sie sich wohlfühlen."

Kohl kann seinerseits nur schwärmen von der Partnergemeinde Brigels, die er schon mehrfach besucht hat. Von der Alpenlandschaft, der Bergbahnfahrt, der Idylle des "Heidilands", von der Herzlichkeit der Menschen und dem Programm, das die Brigelser ihren Gästen rund um ihren Almabzug geboten haben - einen Almabtrieb mit 600 geschmückten Kühen von fünf Almen. Da gab's eine Dorfbesichtigung mit vielen kleinen Überraschungen, erzählt Kohl. Die Gäste durften sich am Golfen versuchen, wurden mit schweizer Köstlichkeiten verwöhnt, konnten frisches Bauernhof-Eis testen. Dass Brigels eine vitale Gemeinde ist, sahen sie an einer neuen Ferienhaus-Anlage mit Saunalandschaft, Hallenbad und Skischule. Interessant fanden die Gammelshäuser auch eine neue Hackschnitzelanlage.

Einen Almabtrieb haben die Gammelshäuser auch. Zum nächsten in 2017 erwarten sie die Brigelser zum Gegenbesuch.

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