Gammelshausen Gammelshausen diskutiert über E-Bürgerauto

Gammelshausen / JS 28.07.2015

Zwei E-Bürgerautos für den Verband Raum Bad Boll: Er finde die Idee ja toll, sagt der Gammelshäuser Gemeinderat Dr. Christoph Grünwald. Aber sei das keine Konkurrenz zu Taxifahrern? So ein Fahrdienst zu einem Spottpreis gehe über die Nachbarschaftshilfe hinaus. Bürgermeister Daniel Kohl sagte, es habe eine Klage im Schwarzwald gegeben, aber die sei gescheitert. Taxifahrer hätten eine andere Intention als das nicht kommerzielle Bürgerauto - so habe es das Gericht festgestellt.

Der Heininger Bürgermeister kann dies aus seiner Erfahrung mit dem dortigen Bürgerauto "Huno" nur bestätigen. Den Huno nutzten Leute ohne Auto, die auch nicht mehr so Bus fahren könnten. Wer mobil sei, nehme den Huno nicht. Fahrgäste in Heiningen seien fast ausschließlich die älteren Menschen. Aufrecht: "Wir würden auch den 25-Jährigen mitnehmen, der sagt: Ich habe keine Möglichkeit, von A nach B zu kommen. Aber der kommt nicht." Einen Tarif gibt es in Heiningen nicht, nur die Bitte um eine Spende. So will man es auch im Raum Bad Boll halten.

Weitere Anregung aus Gammelshausen: Die ehrenamtlichen Fahrer sollten ein ärztliches Zeugnis vorlegen, fordert Gemeinderat Hans Hohlbauch. "Dass nicht jeder fahren kann." Heike Mohring findet es "richtig traurig", dass die Versicherung eines Bürgerautos über 2000 Euro koste, wie sie gehört hat.

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