Gammelshausen Gammelshäuser Finanzen: "Das Elend verwalten"

Gammelshausen / CZ 13.12.2014

Die Einbringung des Haushaltsplanes 2015 sorgte im Gemeinderat Gammelshausen für wenig Freude. Nachdem Kämmerer Michael Deiß die Zahlen vorgestellt hatte, in die bereits eine noch nicht beschlossene Grundsteuererhöhung eingeflossen ist, klagte Friedrich Weiß: "Der Bund, das Land, die Region - alle machen Vorgaben und wir dürfen das Elend verwalten. Es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als alle Einnahmequellen voll auszuschöpfen, damit uns wenigstens die beantragten Zuschüsse gewährt werden." "Es ist wie im Theater in klassischen Tragödien", meinte Dr. Christoph Grünwald. "Egal was wir entscheiden, es wird keine grundlegende Änderung bringen und wir können uns nur um Schadensbegrenzung bemühen."

Hans Hohlbauch mahnte mehr interkommunale Zusammenarbeit an und sah Einsparpotenzial bei den Personalkosten. Letzterem widersprach Grünwald. Gutes Personal koste Geld, erklärte er und betonte, dass auch die Investitionen in die Kinderbetreuung gut und richtig gewesen seien. Die Gestaltung des Backhausplatzes solle man verschieben.

Laut Plan bleiben der Gemeinde von ihren Einnahmen 113 000 Euro für Investitionen, abzüglich der Tilgung von Krediten 48 000 Euro. Vorgesehen ist eine Neuverschuldung von 435 000 Euro. Über die Erhöhung der Grundsteuer soll im Februar abgestimmt werden.

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