Kuchen G’sälz ums Maul geschmiert

Auch für Kuchens Bürgermeister Bernd Rößner gibt es kein Entrinnen: Er bekommt wahrlich keinen Honig ums Maul geschmiert.
Auch für Kuchens Bürgermeister Bernd Rößner gibt es kein Entrinnen: Er bekommt wahrlich keinen Honig ums Maul geschmiert. © Foto: Schwabenpress
Kuchen / Günter Hofer 08.01.2018

An Dreikönig hat auch in Kuchen die schwäbisch-alemannische Fasnet begonnen. 13 Narrengruppen waren  hierzu angereist. Der Kuchener Zunftmeister Jürgen Adametz von der Brauchtumsgruppe „Tonstecher und G’sälzhafnerin“ stellte auf dem Festplatz in der historischen Arbeitersiedlung zusammen mit Markus Windstoßer die Gruppen und deren Schlachtrufe vor. Schwäbische Narrensprüche gab es als Zubrot von Heinz Peter Roth.

Zum traditionellen Häsabstauben holte Markus Windstoßer anschließend die Kuchener Holzmasken aus der großen Holztruhe und überreichte diese dem jeweiligen Maskenträger. Jürgen Adametz entfernte mit einem großen Staubwedel symbolisch den Staub vom Vorjahr auf den Masken. Mit dem Start in die närrische Jahreszeit ist auch die Narrentaufe verbunden. Am Samstag wurde Silvia Mühlberger in die Brauchtumsgruppe „Tonstecher und G’sälzhafnerin“ aufgenommen. Als Taufwasser muss in Kuchen, so sieht es die Tradition vor, ein scheußlich schmeckendes G’sälz herhalten, welches dem Täufling mit einem großen Holzlöffel ums Maul geschmiert wird. Mit dem Kuchener G’sälz durfte Adametz auch Markus Wiedenmaier und Sabrina Kienle von den Schlater Streuobsthexen taufen. Und weil in der Fasnet nahezu alles erlaubt ist, wurde auch Bürgermeister  Bernd Rößner das G’sälz ins Gesicht geschmiert. Zur Unterhaltung wurden dazu schiefe Töne von der „Guggamusigg Rommdreiber“ aus Rechberghausen serviert

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel