Eislingen FW-Fraktionschef in Eislingen fliegt raus

Während die Fraktionschefs (v. li.) Manfred Strohm, Holger Haas und Peter Ritz wiedergewählt wurden, scheidet Eckehard Wöller (re.) aus.
Während die Fraktionschefs (v. li.) Manfred Strohm, Holger Haas und Peter Ritz wiedergewählt wurden, scheidet Eckehard Wöller (re.) aus. © Foto: Daniel Grupp
DANIEL GRUPP 27.05.2014
Die Kräfteverhältnisse im Eislinger Gemeinderat bleiben unverändert, obgleich die CDU zulegte und die SPD Stimmen verloren hat. Neuling Hans-Jörg Autenrieth ist Stimmenkönig, 19 Stadträte kommen wieder rein.

Die Eislinger haben die politischen Kräfteverhältnisse in ihrer Heimatstadt weitgehend bestätigt. Die Veränderungen sind nur gering. 19 der 22 amtierenden Stadträte werden auch wieder im neuen Gemeinderat vertreten sein. Der Frauenanteil bleibt unverändert, sieben Stadträtinnen kommen in die neue Bürgervertretung. Zwar hat die CDU um zwei Prozentpunkte zugelegt und die SPD hat 1,2 Prozentpunkte verloren, an den Stärken der neuen Fraktionen hat dies nichts geändert, zumal Freie Wähler und Grüne weitgehend stabil blieben. Unter dem Strich bekommen Freie Wähler und CDU weiterhin sieben Sitze, SPD erhält fünf die Grünen erhalten drei Sitze.

In der Feuerwache, wo die Wahlergebnisse, die aus den insgesamt 22 Bezirken eingingen, auf eine Leinwand übertragen wurden, warteten gestern etliche Kandidaten auf das Ergebnis, das gegen 16 Uhr ermittelt war. CDU-Fraktionschef Manfred Strohm bedauerte, dass sich der Wahlerfolg seiner Liste nicht in Gemeinderatssitzen niedergeschlagen hat. Dies liege an dem neuen Auszählungsverfahren, das kleine Parteien etwas bevorzuge. Somit sei es nicht gelungen, die 2009 verlorenen Sitze zurückzuholen.

Dafür stellt die CDU in Neuling Hans-Jörg Autenrieth gleich den Stimmenkönig. Der langjährige Stadtrat Rolf Riegler wurde nicht wiedergewählt.

Obwohl die Freien Wähler ihren Erfolg von 2009 wiederholt und ihre sieben Sitze verteidigt haben, reichte es nicht mehr für FW-Fraktionschef Eckehard Wöller. Er ist nur erster Ersatzbewerber seiner Liste. Neuling Sarah Autenrieth hat ihn um 180 Stimmen überholt. Er sei "sehr erfreut", dass er nun von der "Last des Stadtrats" und von der "Last des Fraktionschefs" befreit sei, sagte Wöller. Er freue sich zudem, dass die FW ihre Stimmenzahl gehalten hat und künftig drei Frauen in der Fraktion sitzen werden. Wöller war 25 Jahre lang Stadtrat in Eislingen.

"Ich weiß nicht, was passiert ist", bewertet Peter Ritz das Wahlergebnis. Seine Gespräche in den vergangenen Wochen hätten nicht auf einen SPD-Verlust hingedeutet. "Vermutlich sind bekannte Leute gewählt worden", nimmt der SPD-Fraktionschef an. Ritz bestreitet, den Erneuerungsprozess versäumt zu haben. Er habe immer empfohlen, die jungen Bewerber auf der Liste zu wählen. "Wir hatten keine schlechte Liste." Bei der SPD hat es erstmals Uwe Reik in den Gemeinderat geschafft. Dafür hat die langjährige Stadträtin Heide Kottmann ihren Sitz verloren.

Die Eislinger Grünen hatten auf einen vierten Sitz gehofft, den sie vor fünf Jahren nur ganz knapp verpasst hatten, sagte Fraktionschef Holger Haas. Man hätte aber auch auf zwei Sitze zurückfallen können, finden die Grünen, die in unveränderter Formation wiedergewählt wurden. Die Verluste seien nur gering, betont Haas.

Porträtbilder vom Eislinger Gemeinderat in der Übersicht

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