Kommentar Helge Thiele: Füttern ist der falsche Weg

Göppingen / Helge Thiele 02.08.2018
Nur wenn es gelingt, Tauben das üppige Nahrungsangebot zu entziehen, kann verhindert werden, dass sich die Tauben weiter explosionsartig vermehren

Ist es denn so schwer zu verstehen? Passanten, Anwohner und andere vermeintliche Tierfreunde sollten  in der Göppinger Innenstadt keine Tauben füttern. Nur wenn es gelingt, den Vögeln das üppige Nahrungsangebot zu entziehen, kann verhindert werden, dass sich die Tauben weiter explosionsartig vermehren – mit allen negativen Folgen für die Sauberkeit in der Stadt. Bis zu zwölf Kilogramm Mist produziert eine einzige Taube pro Jahr. Da lässt sich leicht abschätzen, wie viel die Tiere insgesamt im Göppinger Zentrum hinterlassen. Mal ganz abgesehen von den gesundheitlichen Gefahren, die vom Taubenkot für den Menschen – und andere Tiere – ausgehen. Auch den Vögeln selbst tut man nichts Gutes, wenn man meint, sie mit Essensresten der Menschen füttern zu müssen. Pommes und Rote Wurst sind nun mal keine geeignete Nahrung für Tiere.

Es ist nur schwer nachvollziehbar, dass die Stadt immer wieder auf diese Selbstverständlichkeiten hinweisen muss. Mit einer Plakataktion soll nun Aufklärung betrieben werden. Das ist richtig und angebracht. Allerdings könnte die Kampagne gleich ausgebaut werden: Besucher der Innenstadt sollten grundsätzlich noch einmal daran erinnert werden, dass Abfall in den Müllbehälter gehört und dass man Essensreste nicht einfach fallen und liegen lässt. 

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