Wirtschaft Führungen für dieses Jahr ausgebucht

Im September hat die neue Genusswelt der Uhinger Confiserie Bosch eröffnet. Bei den Kunden kommt sie nach Aussage von Inhaber Hellstern gut an. Viele wollen aber auch hinter die Kulissen des süßen Schlaraffenlandes schauen.
Im September hat die neue Genusswelt der Uhinger Confiserie Bosch eröffnet. Bei den Kunden kommt sie nach Aussage von Inhaber Hellstern gut an. Viele wollen aber auch hinter die Kulissen des süßen Schlaraffenlandes schauen. © Foto: Sabine Ackermann
Uhingen / Axel Raisch 09.11.2018

Es ist phantastisch, alles ist sehr gut angekommen“, zeigt sich Wolfgang Hellstern sehr zufrieden mit den ersten Wochen der Bosch-Genusswelt, die Produktion, Verwaltung und Präsentation nun modern und großzügig vereint. Der Kaufmann hatte 2010 das traditionsreiche Uhinger Familienunternehmen gekauft und seither konsequent umgebaut. Mit dem Umzug vom bisherigen Standort in der Bahnhofstraße in die Plochinger Straße 1 erfolgte vor wenigen Wochen ein entscheidender Meilenstein in der 1911 begonnenen Firmengeschichte.

Es bleibe abzuwarten wie es weitergehe, der Anfang sei aber vielversprechend, sagt Hellstern. „Das 107 Jahre alte Gebäude am Bahnhof ist nicht zu vergleichen mit dem jetzigen.“ Nun werde auch äußerlich verkörpert, was im Inneren entstehe, bestätigten erste Rückmeldungen. Die Philosophie der Wertigkeit und bedingungslosen Qualität ziehe sich nun nahtlos durch.

„Zudem sind wir nun auf dem Präsentierteller“, nicht mehr versteckt in einer Seitenstraße. Das schaffe auch beim Durchgangsverkehr Aufmerksamkeit. Auf dem Parkplatz fänden sich nun auch Kennzeichen, die auf Besucher hinwiesen, die außerhalb der Region beheimatet seien. Aber auch die Konzeption der „Manufaktur für Genuss“ sei relativ einmalig in der Gegend. Auch dies trage zur überregionalen Strahlkraft bei. Die Confiserie Bosch verstehe sich als Repräsentant der Stadt Uhingen, des Landkreises Göppingen sowie des „Genießerlandes Baden-Württemberg“, betont Hellstern.

Das Hauptverbreitungsgebiet der Produkte sei Baden-Württemberg. Derzeit ist das Unternehmen bemüht, das Vertriebsnetz zu verdichten und Teile Bayerns zu erschließen. Auch im Internet seien Zuwächse zu verbuchen, berichtet Wolfgang Hellstern. Zentraler Absatzmarkt sei und bleibe aber der stationäre Handel; denn, „das Internet kann nicht schmecken und riechen“.

Zufrieden seien auch die Mitarbeiter. Statt auf drei Ebenen arbeiten zu müssen, finden die Abläufe nun auf neuen Anlagen und unter modernen Bedingungen aus einem Guss statt. „Sie sind glücklich“, sagt der Inhaber der Confiserie. Auch die ersten Betriebsrundgänge durch die Genusswelt sind erfolgt: „Das Echo war sehr, sehr positiv“, erzählt Hellstern. Der Wunsch nach Führungen, die ab 20 Personen angeboten werden und für Erwachsene 12 Euro und unter 18 Jahren 6 Euro kosten, sei groß. Dieses Jahr sei bereits ausgebucht und auch für 2019 seien schon zahlreiche Anmeldungen vermerkt. „Es interessiert die Leute“, sagt Hellstern. Das Unternehmen wiederum sei interessiert daran, die Produkte, die Unternehmensphilosophie sowie die Herstellung zu erklären, und zu zeigen, welche Leute dahinter stünden.

Lediglich bei technischen Prozessen gebe es noch „Kinderkrankheiten“, die ein Umzug immer mit sich bringe. „Das werden wir aber abstellen können“, zeigt sich der Inhaber und Geschäftsführer zuversichtlich. Der Kunde bekomme davon ohnehin nichts mit. Für ihn präsentieren sich Genusswelt und Produkte bereits jetzt so verführerisch und voller süßer Momente wie zuvor am alten Standort.

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