Mühlhausen / Johannes Traub Für den Bau der Filstalbrücke nutzt der Konzern Grundstücke der Gemeinde. Seit Jahren wartet diese auf vereinbarte Entschädigungszahlungen.

Die Bauarbeiten der Filstalbrücke der ICE-Neubaustrecke sind in vollem Gang. Voraussichtlich Ende 2021 sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen und die technische Ausstattung erfolgt sein.

Die Bauherrin, die Deutsche Bahn (DB), nutzt seit Jahren für den Bau Grundstücke der Gemeinde Mühlhausen im Täle und hat bis heute keinen Cent als Entschädigung überwiesen. In der Gemeinde überwiegt der Frust, nun haben die Räte dem Konzern ein Ultimatum gesetzt. Ein Anwalt ist schon eingeschaltet.

Gemeinde plant mit versprochenen Zahlungen

Die Gemeinde wolle „endlich Rechtssicherheit haben“, sagte Bürgermeister Bernd Schaefer bei der Gemeinderatssitzung am Montag. Denn sie plant mit den versprochenen Entschädigungszahlungen der Deutschen Bahn (DB) und will diverse Vorhaben im Ort umsetzen, muss damit aber warten. Unterstützung erhält die Gemeinde von Dieter Weiblen, Rechtsanwalt aus Stuttgart.

Er verlas in der Sitzung eine Auflistung der bisherigen Korrespondenz, Gespräche und Abmachungen mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn. Für die konsternierten Zuhörer klang sein Vortrag wie eine Aneinanderreihung von Versäumnissen und nicht gehaltener Versprechen seitens des Konzerns.

Mehr zu den Vorwürfen und auch Reaktionen der Gemeinderäte steht am Donnerstag in der GEISLINGER ZEITUNG (11. April).

Das könnte dich auch interessieren:

Als einzige Bibliothek in ganz Deutschland ist die Stadtbücherei Geislingen zum dritten Mal in Folge zertifiziert worden.