Gammelshausen Friedhofserweiterung soll im Herbst starten Gammelshausen will Bürger zu Plänen hören

Gammelshausen / JÜRGEN SCHÄFER 01.02.2014
Der Zuschuss steht, der Zeitplan auch: Gammelshausen will die geänderte Friedhofserweiterung möglichst bis Jahresende durchziehen.

Es hing noch am Zuschuss. Mittlerweile hat Bürgermeister Daniel Kohl vom Regierungspräsidium die Zusage, dass auch für die kleinere Variante der Friedhofserweiterung ein Zuschuss von etwa 55 Prozent fließt. Das hieße: Von 300 000 Euro Investition müsse die Gemeinde nur 135 000 Euro bestreiten. Vom Tisch ist die große Variante für 630 000 Euro, für die die Gemeinde schon einen Zuschussbescheid hatte.

Es bleibt jetzt bei 24 Grabkammern und 20 Urnengräber, für die auch Wege gebaut und Tiefendrainagen verlegt werden müssen. Offen ist noch ein weiterer Punkt: Ob Urnenstelen oder Urnenfelder angelegt werden. Der Schultes will das bei einer Bürgerversammlung zur Diskussion stellen. An der Nachfrage nach diesen Bestattungsformen hat der Schultes keinen Zweifel, er höre den Wunsch bei seinen Jubilarbesuchen aus der Bürgerschaft. Er und der Gemeinderat können sich neben der klassischen Urnenwand auch Urnenfelder vorstellen, wie sie beispielsweise in Albershausen zu sehen seien. Das seien Grabfelder für acht Urnen, die um eine Stele gruppiert sind. Der Vorteil: Die wirkten nicht so wuchtig. Solche Felder seien auch im alten Friedhofsteil möglich, sagt Kohl. Es gebe einen Bereich mit Bäumen, der sich dafür anbiete. Das sei auch unabhängig von der Friedhofserweiterung zu sehen.

Terminiert ist die Bürgerversammlung auf den 10. Juli. Anschließend soll der Gemeinderat die endgültige Planung beschließen. Dann geht es an die Ausschreibung. Der Schultes rechnet mit dem Spatenstich bis Oktober, im November könnten die Arbeiten abgeschlossen sein. Drainagen und Wegebau könne man rechtzeitig abwickeln. Der umfangreiche Part seien die Grabkammern, für die es nach wie vor keine Alternative gebe. Mit Grabhüllen sei nichts zu machen.

Bürgermeister Kohl sieht in dem abgespeckten Entwurf mehrere Vorteile: Er verschaffe der Gemeinde Luft bei den Finanzen, und sie könne auf Veränderungen der Bestattungskultur flexibler reagieren.

Keine Sorge hat der Schultes wegen der nötigen Umwidmung des Erweiterungsteils von einem landwirtschaftlichen Grundstück zu einem Gottesacker. Die stehe noch aus, sei aber nur eine Frage der Zeit, erklärte er im Gemeinderat.

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