Gammelshausen Friedhofserweiterung in abgespeckter Form

Bürgermeister Daniel Kohl warnte vor horrenden Kosten.
Bürgermeister Daniel Kohl warnte vor horrenden Kosten.
Gammelshausen / INGE CZEMMEL 13.12.2013
Die West-Erweiterung des Friedhofs in Gammelshausen wird in Abschnitten realisiert. Dafür sprach sich der Gemeinderat einstimmig aus.

Die "große Lösung" in Sachen Friedhofserweiterung ist in Gammelshausen jetzt vom Tisch. Bürgermeister Daniel Kohl hatte im Zuge des Nachtragshaushalts 2013 und nicht unerheblichen Gewerbesteuerausfällen vor den zu stemmenden Kosten der Planung gewarnt. Die Gesamtkosten für die Erweiterung lagen bei rund 630 000 Euro. Trotz Zuschüssen vom Land hätte die Gemeinde Gammelshausen einen Eigenanteil von fast 300 000 Euro tragen müssen.

Erd- und Urnengräber, die 40 Jahre reichen, waren aus Sicht der Verwaltung zwar wünschenswert, finanziell aber nicht machbar. Daher plante das Stuttgarter Büro um. Nun soll die Erweiterung in einem ersten Abschnitt erfolgen. Friedhofsplaner Dieter Pfrommer stellte den abgespeckten Plan vor. Der Bau einer Tiefendrainage zur ordentlichen Entwässerung bleibt unumgänglich, und aufgrund der Bodenbeschaffenheit muss für Erdbestattungen auf Grabkammern zurückgegriffen werden.

Von diesen sind im ersten Bauabschnitt 24 als Doppelkammern geplant, die damit 48 Erdbestattungen gewährleisten. Zudem sollen weitere 20 Urnengräber entstehen. Unter Berücksichtigung der noch vorhandenen Gräber können so etwa 15 Jahre lang Grabstellen vorgehalten werden.

Da vor allem Einzelgräber knapp werden, schlug Bernhard Mürter vor, diesem Bedarf gerecht zu werden und vielleicht die Hälfte der doppelt tief geplanten Gräber als Einzelgrabstellen auszubauen. Ob so verfahren wird, blieb noch offen. Der Gemeinderat beschloss den abgespeckten Plan mit der Option, hier noch entscheiden zu können.

Im Gremium wurde auch der Wunsch geäußert, Platz für Urnenwände oder -stelen frei zu halten, da diese Bestattungsformen immer mehr nachgefragt würden. Vorbehaltlich des tatsächlichen Zuschusses liegt der finanzielle Eigenanteil der Gemeinde Gammelshausen nach der nun beschlossenen Abschnittserweiterung bei rund 135 000 Euro. Gespräche mit dem Regierungspräsidium hat Bürgermeister Daniel Kohl bereits geführt.

Zum Thema Friedhof teilte Schultes Daniel Kohl den Bürgervertretern dann noch mit, dass ein Sargwagen angeschafft worden sei. Die Kosten in Höhe von 1900 Euro werden über einen Haushaltsrest finanziert.

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