Salach Freie Zeit ohne Handy und PC

Katrin Staib hat bei der Salacher Stadtranderholung mit ihren Schützlingen auch Schiffle gebastelt.
Katrin Staib hat bei der Salacher Stadtranderholung mit ihren Schützlingen auch Schiffle gebastelt. © Foto: Ulrike Luthmer-Lechner
ULRIKE LUTHMER-LECHNER 11.09.2015
Eine spannende Woche, gespickt mit vielen Überraschungen, erlebten 14 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren bei der heute endenden Salacher Stadtranderholung, die die Gemeinde organisiert hat.

"Schnell, wetz, der Ball kommt", lautstark feuern sich die Mädchen und Jungen im Garten des Gemeindehauses beim Völkerball an. In zwei Teams üben sie sich in Gewandtheit, Treff- und Fangsicherheit. Dabei sind das Lachen und die Freude der Kinder bei der sportlichen Aktivität ansteckend. Eine Woche lang steppte der Bär im evangelischen Gemeindehaus "Marie Freudenreich" in Salach. Dort fand die längst zur festen Einrichtung gewordene Stadtranderholung für Kinder statt. Die vom örtlichen Referat Jugend und Senioren organisierte Kinderfreizeit ist seit 1998 ein Garant für bunten Zeitvertreib zum Ende der Ferienzeit.

Das Miteinander wird gefördert, der Teamgeist aktiviert und bei Wettkämpfen und Bewegung der unterschiedlichen Kinder wächst der Gemeinschaftsgedanke. Von morgens halb neun bis 17.30 Uhr wird nach Herzenslust gemeinsam gelacht, draußen und drinnen gespielt und in den verschiedenen Workshops gebastelt. Hier war Kreativität gefragt. "Wir haben tolle Drachen gefertigt, Windlichter aus Flaschen, Türschilder und ein Kochlöffelmobile angefertigt", berichtet Katrin Staib, die Leiterin vor Ort. Seit 16 Jahren ist sie dabei und trägt seit langem jedes Jahr aufs Neue ehrenamtlich die Verantwortung für die Freizeit. Unterstützt wird sie von sieben weiteren ehrenamtlichen Stammbetreuern und einigen Aushilfen. In der Küche ist Katrin Staibs Mutter, Dagmar Matschi, zugange und engagiert sich seit vielen Jahren als gute Fee zwischen Töpfen und Tassen.

Ein besonderes Highlight war am Mittwoch der Ausflug in die Wilhelma. Bei großen Tieren, Mini-Exemplaren und exotischen Pflanzen kamen die Mädels und Jungen aus dem Staunen nicht heraus. "Das hat den Kindern supergut gefallen und zum Abschluss gab es noch ein kleines Grillfest im Garten des Gemeindehauses", berichtet Katrin Staib. Obwohl Computer, Playstation und Handy während der Freizeit nicht erwünscht sind, vermissen die Kinder die technischen Spielzeuge nicht. "Im Gegenteil", sagt Katrin Staib. "Wir zeigen den Kindern, dass Freizeitbeschäftigung auch ohne technischen Schnickschnack riesigen Spaß machen kann."

Auch die neunjährige Alejna ist ganz bei der Sache. Mit dem in knallrote Farbe getauchten Pinsel malt sie ihre Herzschachtel aus Pappmaché an. Sie ist zum zweiten Mal dabei und sagt: "Es ist klasse hier und es gibt viel Abwechslung." Der Jüngste in der Gruppe ist Lennart. Der Sechsjährige ist zum ersten Mal in der Stadtranderholung und baut begeistert an seinem Segel-Schiffle. "Hier ist es immer lustig mit allen den anderen", erklärt der quirlige Blondschopf lachend.