Förderung Förderung für Vereine stark erhöht

Wäschenbeuren / krib 31.07.2018

Die Vereine im Ort hätten einen ausgezeichneten Ruf, bemerkte Gemeinderat Erich Hieber (CDU) in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats. Das Gremium war sich einig, dass die von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung der Vereinsförderung auf  rund 40 Prozent sinnvoll ist.

Man wolle „den Vereinen spürbar helfen, ohne, dass es unseren Haushalt zu sehr trifft“, warb Bürgermeister Karl Vesenmaier für den Vorschlag, die Förderung pro Mitglied von bisher zwei Euro auf drei Euro zu erhöhen. Die Jugendförderung soll zudem von 18 Euro auf künftig 25 Euro erhöht werden. Die Grundförderung soll um 30 Prozent, die Zusatzförderung um ebenfalls 30 Prozent erhöht werden. Das entspricht Mehrausgaben der Gemeinde zu Gunsten der Vereine von rund 11 150 Euro. „Aufgrund der guten Gemeindefinanzen kann sich Wäschenbeuren diese Erhöhung leisten“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Die Erhöhung wurde einstimmig angenommen, und so mancher Gemeinderat wollte sogar noch eins oben drauf setzen. So forderte die CDU-Fraktion im Gemeinderat, solche Vereine, die ein Vereinsheim betreiben, zusätzlich mit 1000 Euro zu fördern, was bei fünf Vereinen mit eigenem Heim einem zusätzlichen Betrag von 5000 Euro entspricht. Bürgermeister Vesenmaier wies auf die Ungerechtigkeit wegen der unterschiedlichen Größen der Gebäude hin. Und Gemeinderat Thomas Wolff (SPD) betonte, dass eine pauschale Zahlung an andere Vereine weniger Sinn mache, als konkrete Zuschüsse für verschiedenste Maßnahmen – die zum Beispiel auch die Vereinsheime betreffen könnten. Auch Gemeinderat Peter Schührer (SPD) befand, dass eine Pauschale „nicht okay“ sei. „Der TSV müsste zum Beispiel eine Sonderrolle spielen“, sagte Schührer. Das Vereinsheim des TSV sei zum einen größer und zum anderen stark in die Jahre gekommen. „Hier sollten wir auf 2000 Euro erhöhen“, fand Schührer. Ebenso sprach sich Gemeinderat Manfred Weber (Freie Wähler) zwar dafür aus, das Ehrenamt auch finanziell anzuerkennen, jedoch stellte er auch in den Raum: „Mit 1000 Euro extra fangen die nix an.“ Für SPD-Gemeinderätin Elisabeth Käfer hingegen war klar: Über die Erhöhung der Grundförderung und die Pauschalförderung für ein Vereinsheim müsse getrennt abgestimmt werden. Die CDU beantragte jedoch eine Beschlussfassung.

Und einig wurde man sich am Ende doch: Die Zusatzförderung für die Vereinsheime sei als symbolischer Betrag und als Anerkennung zu sehen. Zusammen mit den stark erhöhten Zuschüssen wolle man eine „Spitzenstellung im Landkreis“, wie es Vesenmaier befand, ausbauen. „Ohne das Ehrenamt, wäre unser kulturelles Zusammenleben hier im Ort weniger wert“, formulierte Gemeinderat Manfred Weber (FW) den Wert der über 20 Vereine und Organisationen im Ort. Für Vereine mit Vereinsheim gibt es 1000 Euro einmaligen Zuschuss, für den TSV 2000 Euro. Bürgermeister Vesenmaier erinnerte im Zuge der Beratung auch daran, dass die ­Nutzungsgebühren für die Bürenhalle erst erhöht wurden. „Nicht um die Vereine finanziell zu drücken, sondern wegen des Finanzamtes“ sei das nötig gewesen. Durch die höhere Förderung habe man jetzt „eine deutliche Verbesserung“ für die Vereine geschaffen.

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