Film Fliegergruppe zeigt Film über den verunglückten Wolfgang Dallach

Der Film über den im Januar verunglückten Kunstflieger Wolfgang Dallach stimmte die Besucher des Kinoabends auf dem Messlberg nachdenklich.
Der Film über den im Januar verunglückten Kunstflieger Wolfgang Dallach stimmte die Besucher des Kinoabends auf dem Messlberg nachdenklich. © Foto: Beate Schnabl
BEATE SCHNABL 13.07.2015
Die Fliegergruppe Donzdorf hat zum Kinoabend eingeladen. In Gedenken an Wolfgang Dallach wurde "Flieger" gezeigt, der Film von Dorian Schmid über den verunglückten Kunstflieger.

Schon bevor der Film losging, hatte es die Besucher an diesem lauen Sommerabend auf den Messelberg gezogen. Vor der Fliegerhalle waren Biertische und Bänke aufgestellt. Es wirkte von weitem wie ein geselliger Hock, doch mittendrin spürte man die erwartungsvolle Haltung der Gäste. Ruhige Musik unterstrich die Atmosphäre. Alle waren sie gekommen, um ihre Erinnerungen an den Kunstflieger und Flugzeugkonstrukteur Wolfgang Dallach, der am 18. Januar in Rechberghausen zusammen mit seiner Lebensgefährtin abstürzte, wach werden zu lassen.

"Viele Filmaufnahmen sind beim Flugtag auf dem Messelberg entstanden und bilden für viele Menschen so eine direkte Verbindung zu Wolfgang Dallach", meinte Dennis Sanner, Vorsitzender der Fliegergruppe. Zu den Kinobesuchern zählte auch Franz Nagel aus Donzdorf. "Ich komme regelmäßig zum Flugtag und habe die Dallach-Kunstflüge bewundert. Unten in der Stadt hat man immer gehört, wenn er hier oben wieder geübt hat." Er habe Wolfgang Dallach schon als Junge bewundert, erklärte Martin Maier, der mit Ehefrau und Bekannten zum Kinoabend gekommen war. Für ihn war Dallach eine schillernde Persönlichkeit, tollkühn und ein Multitalent. Große Bewunderung zollten auch die Modellflieger Reinhold Obst und Bruno Widmann aus Amstetten. "Unsere Modellflugtage in Schalkstetten hat Dallach immer mit seiner spektakulären Flugshow bereichert", meinte Obst mit Wehmut.

Mittlerweile war die Dämmerung hereingebrochen. "Es ist schön, dass ich den Film hier zeigen darf, wo Wolfgang Dallach sich wohlgefühlt und das gelernt hat, was ihn so berühmt gemacht hat", sagte Filmemacher Dorian Schmid zur Einführung. Ursprünglich sollte "Flieger" ein Film über die Kunstfliegerei sein. Noch bevor Wolfgang Dallach den Film in dieser Fassung sehen konnte, geschah der Absturz. Daraufhin schnitt der Heubacher den Film neu zusammen. Der Mensch Dallach mit seiner Leidenschaft zur Fliegerei stehen nun im Mittelpunkt. Am Ende des einstündigen Filmes folgte ruhiger Applaus und eine spürbare Nachdenklichkeit hatte sich beim Publikum breit gemacht. Michael Baer, Pressereferent der Fliegergruppe, meinte abschließend: "Er fehlt mir." Und sprach damit sicher vielen der Anwesenden aus der Seele.