Konzert Filstalrock: Stimmung mit Pink-Floyd-Stücken

Mit Pink-Floyd-Titeln ganz nah am Original überzeugten die Cosmic Banditos das Publikum im Eislinger Schlosspark. Aber die Besucher konnten mehr als jubeln. Bei „Another Brick in the Wall“ ersetzten sie vielstimmig den Kinderchor. 
Mit Pink-Floyd-Titeln ganz nah am Original überzeugten die Cosmic Banditos das Publikum im Eislinger Schlosspark. Aber die Besucher konnten mehr als jubeln. Bei „Another Brick in the Wall“ ersetzten sie vielstimmig den Kinderchor.  © Foto: Giacinto Carlucci
Eislingen / Inge Czemmel 10.08.2018
Auch beim zweiten Filstalrock-Konzert war der Eislinger Schlosspark gut besucht. Die Cosmic Banditos zollen Pink Floyd Tribut.

Vor der Bühnenrampe im Schlosspark wiegen sich Menschen mit glücklichen Gesichtern zu sphärischen Rock-Klängen. Einige wirken wie in meditativer Trance, andere singen und röhren textsicher jeden Titel mit, den die „Cosmic Banditos“ raushauen.

Die Tribute Band klingt genau so, wie Pink Floyd Fans es hören wollen: wie Pink Floyd eben. Ohne Eigeninterpretationen und Kompromisse zeichnen die Bandmitglieder die musikalischen Klangbilder und Nuancen der legendären Band detailgetreu nach und agieren wie ihre Vorbilder ohne große Bühnen-Allüren. Pink-Floyd-Fan Claudio Canalini, der jeden Text, egal zu welchem Song, zu kennen scheint, findet sowohl die Band als auch den Filstalrock an sich genial. Genau wie seine Frau Sabine. „Die Location ist toll und die Stimmung ebenfalls“, strahlt sie und meint: „Durch den freien Eintritt kommen nicht nur eingefleischte Fans. Dadurch ist das Publikum gemischter und entspannter.“

Und tatsächlich ist nicht jeder nur wegen der Musik hier. „Pink Floyd kenne ich jetzt nicht so, aber es ist einfach toll hier“, freut sich Moni aus Heiningen, die mit Freunden einfach  das Ambiente genießt. „Ich freue mich schon auf nächste Woche mit Grönemeyer und Westernhagen.

Im hinteren Teil des Schlosshofes sind auch angeregte Unterhaltungen im Gange. Die Cosmic Banditos haben ihre Lautstärke so eingestellt, dass das hier geht. Eine Tatsache, die von all jenen als angenehm empfunden wird, für die mehr das „sich treffen“ im Vordergrund steht. „Die Location, das Wetter, die Leute, das Bier, die Musik, das alles passt doch super zusammen“, freut sich Benny aus Eislingen. „Und Pink Floyd kann man ja hören.“

Die einbrechende Dämmerung und die Beleuchtung tragen das ihre zur Wohlfühlatmosphäre bei. Apropos Wetter: Die kleine nasse Abkühlung, die pünktlich zu „Time“ von oben kommt, scheint kaum jemanden zu stören. Manche genießen sie ganz einfach und lassen sich nass machen, einige ziehen sich unter die Bäume zurück, die den  Schlosshof säumen.

Die meisten haben – einer Wetter-App sei Dank – jedoch Schirm oder Pellerine dabei. „Guck mal, die Liegestühle sind frei geworden“, freuen sich drei Mädels und nehmen den unerwarteten Luxus gerne an, fortan der Musik im Liegen lauschen zu können.

Bei „Darkside of the moon“ ist dann auch schon Schluss mit Regen. „Überragend! Und soundmäßig eins A“, lobt Claus Fautz, stolzer Besitzer aller Pink-Floyd-Alben. „An diesen Titel trauen sich nicht viele ran“ Auch bei „Shine On You Crazy Diamond“, gibt es großen Zwischenapplaus für die Band, die im Laufe des Konzertes auch musikalisch die alles entscheidende Frage stellte: „What do you want from me?“. Na was wohl? Natürlich den Titel, den neben vielleicht  „Wish U Were Here“, wirklich jeder kennt. Was wäre ein Pink Floyd-Abend ohne „Another Brick in the Wall“? Das Publikum ersetzt locker den Kinderchor. Auch das elegische und musikalisch sehr spezielle „One Of These Days“ überzeugt, ein Frühwerk aus den 70er-Jahren.

Ohne Zugabe kommen die Cosmic Banditos nicht vom Schlossplatz. Als sich das Areal nach und nach leert, ist der meistgehörte Satz. „Also dann bis nächste Woche!“ Wie gut, dass es den Filstalrock gibt.

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