Wäschenbeuren Festkonzert vom Liederkranz Wäschenbeuren

Souverän gestalteten der Liederkranz Wäschenbeuren und seine Gäste das Festkonzert in der Bürenhalle.
Souverän gestalteten der Liederkranz Wäschenbeuren und seine Gäste das Festkonzert in der Bürenhalle. © Foto: Staufenpress
Wäschenbeuren / Annerose Fischer-Bucher 18.07.2018
Mit Festabend und Freundschaftssingen feiert der Liederkranz Wäschenbeuren seinen 175. Geburtstag.

Einen vielseitigen Einblick ins gemeinsame Singen und Musizieren boten die Chöre des Liederkranzes Wäschenbeuren zusammen mit den Gastchören am Festabend zum 175. Geburtstag.

Der erste Teil des fünfstündigen Programms in der gut besuchten Bürenhalle war den Grußworten und Gratulanten vorbehalten, bevor im zweiten Teil die Musik im Vordergrund stand. Dr. Reinhard Heer, Vorsitzender des zweitältesten Vereins im Dorf – älter ist mit 400 Jahren nur die Schützengilde – , begrüßte die Gäste und hielt die Festansprache. Er ging auf die wechselvolle Geschichte des Vereins mit seinen Höhen und Tiefen ein und moderierte den Abend. Er sagte: „Eine heute individualisierte Gesellschaft sehnt sich nach Harmonie, und die kann der Chorgesang bieten.“ Bürgermeister Karl Vesenmaier bezeichnete den Liederkranz als „einen gesunden Baum mit neuen Trieben“, weil er in der Gesangsliteratur mit der Zeit gehe. Der Verein habe einen bedeutenden Anteil am pulsierenden Leben der Gemeinde. Landrat Edgar Wolff gratulierte im Namen des Landkreises. „Der Verein hat auch in schwierigen Zeiten den Takt gehalten.“ Er unterstrich den Lebens- und Freizeitwert sowie die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements für die Demokratie und übergab wie Vesenmaier eine Geldspende an den Verein.

Nur wenige Chöre könnten diese lange Zeit vorweisen, sagte Dr. Jörg Schmidt, Präsident des Schwäbischen Chorverbands, und nannte gute Gründe für das gemeinschaftliche Singen: es mache Freude, es hebe aus dem Alltag heraus, es stelle eine Verbindung zum Innersten des Einzelnen her, und die Chorgemeinschaft sei ein Mittel gegen die Einsamkeit. Hermann Färber, Vorsitzender des Chorverbands Hohenstaufen und Bundestagsabgeordneter, betonte die Leistung und Bereicherung des dörflichen Lebens und warf einen Blick auf die Geschichte um 1840 mit damals Klein- und Kleinststaaten. Landtagsabgeordneter Alexander Maier sprach von einer respektablen Zahl von 300 Mitgliedern des Vereins und versprach in seinem launigen Grußwort, zum 200. Geburtstag ein Geschenk mitzubringen.

Der zweite Teil des Abends war der Musik vorbehalten. Unter der Leitung von Werner Singer und Mechthild Maaßen ging ein pfiffiges Programm vom klassischen Männerchorgesang bis hin zu modernen Stücken mit Begleitung, Bewegung und Lichteffekten über die Bühne. Die Gastvereine unter Katharina Campos Aquino und Ulrich Baldauf trugen ebenso zu einem bunten musikalischen Gratulations-Strauß bei wie die Sängerrunde St. Michael aus Kärnten, die unter Leiterin Karin Pettauer ein hohes Niveau von Intonations-Sicherheit und Deklamation bot. Im Anschluss gab es noch Ehrungen des Vereins an verdiente Akteure.

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