Uhingen Festakt: Münch-Stele zurück auf Schloss Filseck

Der Förderkreis Schloss Filseck feierte gestern sein 30-jähriges Bestehen. Werner Litz (Mitte) erhielt von Thomas Wolf (l.) und Landrat Edgar Wolff (r.) den Titel „Schlossherr ehrenhalber“.
Der Förderkreis Schloss Filseck feierte gestern sein 30-jähriges Bestehen. Werner Litz (Mitte) erhielt von Thomas Wolf (l.) und Landrat Edgar Wolff (r.) den Titel „Schlossherr ehrenhalber“. © Foto: Staufenpress
Uhingen / ANNEROSE FISCHER-BUCHER 12.09.2016
Mit einem Festakt wurde am Sonntag das 30-jährige Bestehen des Förderkreises Schloss Filseck gefeiert. Werner Litz wurde „Schlossherr ehrenhalber“.

Als Triebfeder seit mehr als 30 Jahren, gut vernetzten Akteur und unermüdlichen Schaffer bezeichnete Landrat Edgar Wolff den Geschäftsführer und zweiten Vorsitzenden des Fördervereins Schloss Filseck, Werner Litz, und überreichte ihm wegen besonderer Verdienste den Ehrentitel „Schlossherr e.h.“. Zum Festakt, mit dem das 30-jährige Bestehen des Fördervereins gefeiert wurde, waren mehr als 150 Gäste gekommen. Die Butzbach-Musikanten aus Albershausen unter der Leitung von Thomas und Annette Hänßler umrahmten mit böhmisch-mährischer Blasmusik den Festakt und die Enthüllung des Denkmals von August Freyherr von Münch.

Werner Litz bedankte sich für den Förderkreis und für die Stiftung Filseck der Kreissparkasse bei der Stadt Göppingen, „dass sie dem Denkmal 45 Jahre lang Asyl im Vorgarten des Städtischen Museums Storchen gewährt“ habe. Es stehe nun endlich nach einer gründlichen Überholung und Instandsetzung durch den Sparwieser Steinmetzmeister Peter Bauer an seinem angestammten Platz. Die beiden Bürgermeister aus Uhingen und Göppingen, Matthias Wittlinger und Helmut Renftle, enthüllten die Stele vor dem offiziellen Festakt im Biergarten des Schlosses.

Der jetzige Präsident des 1986 gegründeten Förderkreises, Professor Dr. Friedrich Schumm, begrüßte die Gäste und sagte: „Jeder ist hier ein Ehrengast.“ Man werde staunen, was im wieder aufgebauten Schloss und dem nach alten Plänen neu angelegten Landschaftspark zu bewundern sei. „Im Schloss hat man die Vergangenheit und die Zukunft exzeptionell verbunden“ und der Förderverein habe in den vergangenen 30 Jahren insgesamt mehr als eine halbe Million Euro gestiftet und viel ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Eberhard Dettinger, mehr als 15 Jahre lang Vorsitzender des Förderkreises und heutiger Ehrenvorsitzender, ließ in neun Stationen die Geschichte des Fördervereins und seiner Aktivitäten mit heute 200 Mitgliedern Revue passieren. Nach dem Beschluss des Kreistags 1986, Filseck nach dem Brand von 1971 vor dem Abbruch zu retten, habe die Bürgerinitiative mit 24 Gründungsmitgliedern den Landkreis bei seinem Vorhaben unterstützt.

1995 habe sich der Föderkreis unter Doris Häberlein eine neue Satzung gegeben und sich um zusätzliche Aufgaben der Kultur auf dem Schloss gekümmert. Heute sei das Schloss ein lebendiger Ort mit vielen Veranstaltungen. Dettinger wies auf die Gemäldesammlung des „schwäbischen Impressionisten“ Eugen Wolff-Filseck und auf die Renovierung des Pumpenhauses hin, das durch Wolfgang Schweizer 2009 in Angriff genommen worden sei.

Bürgermeister Matthias Wittlinger überbrachte die Glückwünsche der Stadt Uhingen, dankte dem „Urgestein und lebendigen Lexikon“ Herbert Vollmer und bezeichnete die gelungene Wiederherstellung und Renovierung des Schlosses samt Park mit Gesamtkosten von 11,5 Millionen Euro als ein Gemeinschaftswerk von Stiftung sowie der Städte Göppingen und Uhingen. Thomas Wolf von der Stiftung Filseck der Kreissparkasse, die 2002 das Schloss vom Landkreis übernommen hatte, dankte dem Förderkreis für die nachhaltige Begleitung und Werner Litz stellte die neue Festschrift über den Förderverein und das Schloss vor.

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