Faurndau Quietschgelbe Meute schwimmt um den Sieg

Quietschgelbe Schwimmer auf der Fils: In Faurndau fand am Sonntag das traditionelle Entenrennen statt.
Quietschgelbe Schwimmer auf der Fils: In Faurndau fand am Sonntag das traditionelle Entenrennen statt. © Foto: Maximilian Haller
Faurndau / Maximilian Haller 03.07.2018
Beim traditionellen Faurndauer Entenrennen waren am Sonntag hunderte Gummi-Enten auf der Fils unterwegs. Der Erlös des Wettbewerbs kommt der Jugendarbeit zugute.

Eine Menschentraube versammelt sich auf dem Kleemannweg in Faurndau – hunderte gelbe Gummi-Enten in ihrer Mitte. Sie alle hoffen auf den Sieg. Dann, Punkt 15 Uhr, werden die nummerierten Enten aus drei Metern Höhe in die Fluten der Fils geworfen. Der Startschuss für das traditionelle Faurndauer Entenrennen ist gefallen.

„642 Enten wurden verkauft“, sagt Günter Roth, Organisator der Aktion. Bereits zum elften Mal findet das Entenrennen in Faurndau statt, dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen der Wasenparty. Unterstützt wird das Entenrennen von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, darunter auch die Kanuabteilung des Faurndauer Turnvereins. Die Kanufahrer begleiten das Rennen und sorgen dafür, dass alle Enten auf Kurs bleiben.

Den Begriff „Rennen“ nehmen die Enten nicht ganz so ernst: Gute 35 Minuten sind sie normalerweise unterwegs, bevor sie gemütlich über die Ziellinie schwimmen. Normalerweise startet das Rennen am Einlauf des Bronnenbachs, in diesem Jahr beginnt es auf der Brücke am Kleemannweg. Ziel ist das Gebiet „Unterer Wasen“. Angeführt wird die Meute von der sogenannten „Mutti-Ente“, einem besonders großen Exemplar, das die Richtung vorgibt. Begleitet wird sie zudem von der einen oder anderen realen, gefiederten Ente, die sich von ihren gelben Gummigeschwistern jedoch nicht sonderlich beeindruckt zeigen.

Erlös geht an Jugendarbeit

Bei einem Preis von zwei Euro pro Ente sind in diesem Jahr 1284 Euro zusammengekommen. „Der Erlös wird zu 100 Prozent weitergegeben“, erklärt Günter Roth. Das Geld gehe unter anderem an die Jugendaabteilung des Faurndauer Musikvereins und an die Jugendfeuerwehr. Der Ortsbücherei soll mit dem Geld ein öffentlicher Bücherschrank ermöglicht werden. Auch der Kanuabteilung des Faurndauer Turnvereins soll der Erlös zugute kommen.

In all den Jahren, in denen es das Entenrennen schon gibt, seien insgesamt mehr als 24 000 Euro zusammengekommen, wie Roth stolz erzählt. Mit der Aktion hat er ein klares Ziel vor Augen: „Das Geld soll Jugendarbeit begünstigen.“ Vor allem soll es Faurndauer Vereine und Betriebe unterstützen, so beispielsweise auch das  hier ansässige Kinder- und Jugendhospiz.

Wetter ist entscheidend

Nach rund 40 Minuten erreicht die Entenschar die Zielline – die „Mutti-Ente“ wieder an der Spitze. „Das Wetter ist entscheidend“, sagt Roth, „bei Gegenwind gibt es auch mal ein verlängertes Rennen“. Auch am Sonntag drängt der Gegenwind die Enten ans Ufer der Fils, dank der Kanufahrer bleiben aber alle Schwimmer im Rennen.

Als Ente Nummer 1350 schließlich die Ziellinie erreicht, ist ihr Gewinner-Status für Günter Roth klar: „Ich glaube, da brauchen wir keinen Videobeweis. Der Sieg ist unstrittig.“ Die 20 schnellsten Enten werden zu Gewinnern gekürt, die fünf langsamsten erhalten zumindest einen Trostpreis. Die Preise werden alle von Firmen aus dem Kreis gestiftet, „darunter auch mehrere Faurndauer Betriebe“, wie Roth erklärt.

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