Dürnau Es bleibt beim Schilder-Behelf

Problematisches Schild aus Sicht der Anlieger: Durchfahrt nur für Land- und Forstwirtschaft. Mit "Anlieger frei" sind sie auch nicht glücklich. Foto: Inge Czemmel
Problematisches Schild aus Sicht der Anlieger: Durchfahrt nur für Land- und Forstwirtschaft. Mit "Anlieger frei" sind sie auch nicht glücklich. Foto: Inge Czemmel
Dürnau / JÜRGEN SCHÄFER 02.05.2014
Nicht glücklich sind die Anlieger mit der geplanten Schilder-Änderung an den Feldwegen zwischen Dürnau und Heiningen. Sie wollten es anders.

Der Wirrwarr um die Schilder am Feldwegenetz im Hinterland von Dürnau und Heiningen ist um eine Episode reicher. Der Dürnauer Gemeinderat hat noch einmal seinen Beschluss vom März überprüft, die beiden Schilder zwischen Heiningen und der Gärtnerei Höfer auf "Anlieger frei" zu ändern - und es dabei belassen. Im Sinne der Anlieger sei das leider nicht, merkte Bürgermeister Friedrich Buchmaier an. Die Gärtnerei sehe es als irritierend für ihre Kunden an, wenn sie bei der Rückfahrt vor einem Schild stünden, das die Durchfahrt beschränke - egal ob das jetzige "Frei für Land- und Forstwirtschaft" oder das geplante "Anlieger frei". Auch wenn nur ein Teil der Kunden das Schild überhaupt sähen, weil es vor der hinteren und weniger genutzten Zufahrt zum Firmengelände stehe.

Das Problem: Entfernen könne man die Beschilderung an diesem Standort nur, wenn man "Anlieger frei" ab der alten Bahnlinie anordne. Dann aber verliere der Weg von Dürnau her den Charakter einer Gemeindeverbindungsstraße, so der Schultes - mit der Folge, dass der Kreis dafür keinen Zuschuss mehr für den Unterhalt zahle. Das seien immerhin 2500 Euro im Jahr. Buchmaier: "Wir tun uns schwer, die Interessen der Anlieger zu bedienen." Er sei ein bisschen ratlos.

Friedrich Allmendinger fand die Situation nicht tragisch. Man solle es einfach beim Austausch der beiden Schilder belassen. "So wie es jetzt ist, ist es optimal." Jeder könne bis zur Gärtnerei Höfer legal fahren. Herbert Rees empfahl der Gärtnerei, sich mit eigenen Hinweisschildern für ihre Kundschaft zu behelfen. Mit der Botschaft: "Wenn Leute bei uns kaufen, dürfen sie in alle Richtungen weiterfahren." Sein Vorschlag, ein solcher Rundum-Freifahrschein solle "mit Unterstützung der Gemeinde Dürnau" erfolgen, wehrte der Schultes allerdings ab. "Lieber ohne", befand er.

Auch Annemone Hilsenbeck wollte nicht weiter herumdoktern. "Wir machen uns lächerlich. Wer nimmt welches Schild wie ernst?" Der Beschluss fiel mit breiter Mehrheit. Die Verkehrsschau muss die Änderung noch genehmigen.