Initiative Erhalt des Fußweges weiter Thema

Süßen / SWP 06.09.2018

Anwohner rund um das Baugebiet „Beim Bierkeller“ in Süßen setzen sich für den Erhalt eines, wie sie ihn bezeichnen, „historischen Fußweges“ ein. Der Trampelpfad über eine Wiese vom Wohngebiet zur Hornwiesen-Grundschule bestehe seit über 50 Jahren, sagen die Anwohner und hätten gerne eine Änderung des Bebauungsplanes zugunsten des Erhalts dieses Fußweges. Im Gemeinderat wurde das Anliegen knapp abgelehnt. Doch die Interessengemeinschaft aus rund 60 Süßenern will nicht aufgeben. Peter Starke ist einer der Anwohner. Im Gespräch mit Bürgermeister Marc Kersting sei ihm zugesichert worden, das Thema „Fußweg“ noch einmal im Ältestenrat am 10. September zur Sprache zu bringen. Ein Termin, bei dem Starke seine Vorschläge darlegen kann, wurde allerdings auf den 11. September gelegt.

Per Mail informierten deshalb nun sieben der Anwohner die Mitglieder des Ältestenrates über ihr Anliegen. Die Anwohner empfehlen, einen 1,5 Meter breiten Weg anzulegen und die Baugrundstücke „in Gänze in Fußwegbreite zu verschieben“. So entstünden keine Einbußen beim Grundstücksverkauf und die Kosten lägen „deutlich unter 10 000 Euro“, schätzen die Anwohner. Außerdem bieten die Anwohner an, beim Anlegen des Weges selbst Hand anzulegen.

Die CDU-Fraktion im Süßener Gemeinderat nimmt Stellung zum Schreiben der BI. Aus rechtlichen Gründen könne ein solcher Fußweg „nicht nur einen Meter breit sein, sondern mindestens 2,5 Meter – sicherheitsbedingt“.  Die BI hingegen bringt auch den Aspekt der Sicherheit und Familienfreundlichkeit ins Spiel. Die Stadt Süßen verstehe sich als kinderfreundliche Kommune, „dazu passt nicht, wenn ein sicherer Schulweg für Kinder und Eltern den geplanten Bauplätzen zum Opfer fällt.“

Die CDU-Fraktion verweist auf das höhere Verkehrsaufkommen, das ein Fuß- und Radweg durch das Wohngebiet zur Schule verursachen würde. Der Weg wäre „ein offizieller, weiterer Zugang für Fußgänger und Radfahrer zur Grundschule und darüber hinaus“, heißt es in dem Schreiben. „Die Eltern werden dann die Kinder vermehrt mit dem Auto bis zum Wendehammer in der Gneisenau­straße fahren.“ Und die Fraktion fragt: „Wollen wirklich alle Bewohner der Gneisenau­straße mehr Verkehr durch regelmäßig kinderbegleitende motorisierte Eltern haben? Oder wollen wir die Ruhe in dieser Straße ­bewahren?“

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