Diskussion Entsteht eine Trauerhalle im Lindach?

Rechberghausen / swp 13.10.2018

Soll im Rechberghäuser Gewerbegebiet in einer Halle ein Ort zum Verabschieden entstehen? Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Plänen „Im Lindach“ eine Trauerhalle mit Trauercafé, Abschiedsräumen und Büros des Bestattungsinstituts zu schaffen. Auf dem Grundstück Lindachstraße 15 befindet sich derzeit eine ehemalige Lagerhalle für Bekleidung.

Das Landratsamt wies das Vorhaben bereits zurück. Die Trauerhalle sei baurechtlich nicht zulässig. Zudem besitze eine solche ein besonderes Bedürfnis nach ­Pietät, dem könne in einem Gewerbegebiet nicht ausreichend Rechnung getragen werden. „Der übliche Umgebungslärm und die allgemeine Geschäftigkeit eines Gewerbegebiets stünden im Widerspruch zu dem Ruheerfordernis einer Trauerhalle“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Der Antragssteller hingegen meint, dass die großzügig begrünten Außenanlagen einen ausreichenden Abstand zu den umliegenden Gewerben bieten. Er sehe keine Konflikte und es sei ihm wichtig, dass den angrenzenden Betrieben keine Nachteile entstehen.

Mehrere dieser Betriebe hätten sich bereits bei der Gemeindeverwaltung zu Wort gemeldet. „Die Betriebe haben kein Problem mit der Trauerhalle, machen aber darauf aufmerksam, dass sie oft bis am Abend laut sind“, berichtet Hauptamtsleiter Matthias Dichtl.

Das Gremium entschied sich einstimmig dafür, eine Bebauungsplanänderung prüfen zu lassen. Der Antragssteller übernimmt die Planungskosten.

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