Kreis Göppingen Elternsein leichter gemacht

 
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Kreis Göppingen / SWP 21.11.2015
Eltern beschäftigen sich heute intensiver mit ihren Kindern als frühere Generationen, Kinder stehen immer mehr im Mittelpunkt und fordern ihre Eltern.

Bereits werdende Eltern stehen vor vielfältigen Herausforderungen und stellen sich viele Fragen: Was ist eine gute Elternrolle? Wie kann ich mein Kind individuell unterstützen und fördern? Was ist bei der Erziehung wirklich wichtig? Die Göppinger Erwachsenen- und Familienbildungsträger können helfen. Die Evangelische und Katholische Erwachsenenbildung, das Haus der Familie Villa Butz, die Volkshochschule Göppingen und das Deutsche Rote Kreuz bieten zahlreiche Einzelangebote und Kurse zu Erziehungsthemen an (siehe Übersicht auf dieser Seite).

Eltern von kleinen Kindern, von Schulkindern und auch von Jugendlichen in der Pubertät erhalten wertvolle Ratschläge und können sich in den Kursen über ihre Fragen persönlich austauschen. Wichtige Fragen wie Medienerziehung, Lernschwierigkeiten, Verhalten in Konfliktfällen, Trotzalter, Förderung der emotionalen Intelligenz, etc. können beispielsweise in den kommenden Wochen mit Fachleuten besprochen werden.

"Gerade die frühe Erziehung ist sehr wichtig, denn während der Primärerziehung in den ersten sieben Lebensjahren werden Grundlagen gelegt. Werte sind hier bedeutsam", betont Thomas Meyer-Weithofer, der Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kreis. Eltern müssten sich über ihre Werte klar werden und seien als Vorbilder und "Vor-Leber" gefordert. Eine lebbare Handlungsmaxime frei nach Kant - "Handle so mit und an anderen, wie auch du selbst behandelt werden wills" - sei da denkbar. Auch Eltern von Jugendlichen erhalten bei den Göppinger Bildungsträgern Unterstützung, wenn es darum geht, die schwierige Zeit der Pubertät zu meistern. Ein hilfreicher Gedanke ist zum Beispiel das Kommunikationsmodell von "Sender und Empfänger", denn oft herrscht ja Funkstille und Sprachlosigkeit bis hin zu Kommunikationsverweigerung zwischen Eltern und Heranwachsenden. Der Tipp ist, als Eltern "weiter zu senden" und zu kommunizieren, auch von sich zu erzählen und den Jugendlichen zu signalisieren: Ich habe weiter Interesse an Dir.