Betreuung In Gingen mangelt es an Betreuungsplätzen

Die Eltern von neun Kindern in Gingen stehen in den Startlöchern und warten auf einen Betreuungsplatz.
Die Eltern von neun Kindern in Gingen stehen in den Startlöchern und warten auf einen Betreuungsplatz. © Foto: dpa
Gingen / Günter Hofer 07.11.2018
Die Kinderzahl in Gingen steigt stetig. Es mangelt allerdings an freien Plätzen.

Gingens Bürgermeister Marius Hick informierte den Gemeinderat über die aktuelle Situation bei Kindergarten und Kindertagesstätte. Die Platzkapazitäten in Gingen sind ausgeschöpft und die Wartelisten füllen sich stetig.

Selbst beim neuen Kindergarten Hohenstein, der mit freier Platzkapazität erst in diesem Jahr in Betrieb ging, stehen aktuell sieben Kinder auf der Warteliste. Bei der Kindertagesstätte Sonnenschein ist die Lage noch prekärer. Die Eltern von neun Kindern stehen in den Startlöchern und warten auf einen Betreuungsplatz und für zwei Kinder brauche man nach aktueller Gesetzeslage, so Marius Hick, sogar sofort einen Platz.

Die Platzangebote in allen Einrichtungen von Gingen sind aber ausgeschöpft. Entsprechend einer aktuellen Bedarfsanalyse wird Gingen bis 2021 159 Plätze benötigen. Derzeit kann die Gemeinde 149 Plätze zur Verfügung stellen. Seit Juni gab es in der Filstalgemeinde zehn weitere Geburten.

Für den Bürgermeister ist die aktuelle Situation aber nicht beängstigend. „Wir haben Zeit zum Überlegen und zum Planen“, betonte er.

Mögliche Lösungsansätze wurden vorgestellt

Deshalb stellte Marius Hick den Gemeinderäten auch mögliche Lösungsansätze vor, die von der Gemeindeverwaltung ausgearbeitet und überdacht wurden.

● So könnte die Gemeinde im Kindergarten Sonnenschein eine Kleingruppe für fünf Kinder im Obergeschoss (bisher Personalraum) einrichten und den Personalraum in einen bereitzustellenden Container auslagern. Eine weitere Erzieherin wäre durch die Lösung aber notwendig.

● Auch für den Kindergarten an der Hohensteinschule gibt es einen Vorschlag, weitere Betreuungsplätze zu schaffen. Er sieht vor, dass zehn Kinder in der frei gewordenen Hausmeisterwohnung in der Hohensteinhalle einziehen. Bei der Lösung müssten voraussichtlich zwei neue Fachkräfte eingestellt werden, was natürlich mit Kosten verbunden ist. Ausgaben, die im Haushaltsplan nicht vorgesehen sind.

● Zusätzlich könnte man bei der Hohensteinhalle auch eine Containerlösung anvisieren.

Eine solche sieht Gemeinderat Klaus Staffa als langfristige Alternative. Sein Kollege Christian Hofmann brachte als eventuelle Lösung einen Waldkindergarten ins Gespräch. Dies sei seiner Ansicht nach eine relativ günstige Lösungsvariante. Marius Hick war dankbar für die Anregung und will eine Realisierung prüfen lassen.

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