Infoveranstaltung Eislinger Stadtauto in den Startlöchern

Eislingen / David Stellmacher 16.05.2018

Ab Ende Mai startet ein neues Carsharing-Angebot, das die Stadt Eislingen am Bahnhof etablieren möchte, um dessen Bedeutung als Mobilitäts-Drehscheibe im Stadtzentrum herauszustellen. Bei einem Informationsabend im Rathaus informierten die Stadtverwaltung  und der Betreiber der Mietwagen über das neue Angebot. Neben vielen Bürgern kamen auch Vertreter von Kirchengemeinden und Verbänden. Das Carsharing sei „ein wichtiger Teil“, des Mobilitätskonzepts für die Große Kreisstadt und könne in Zukunft hoffentlich immer mehr Menschen für sich gewinnen, sagte Baubürgermeister Jürgen Gröger.

Unter dem Titel „Stadtauto Eislingen – wir teilen Mobilität“ soll das Carsharing als Kooperation zwischen der Stadt und dem Mutlanger Autohaus Baur an den Start gehen. Dessen Geschäftsführer Reimund Baur stand Rede und Antwort. Zu Beginn wird ein  Kleinbus zur Verfügung stehen. Im Sommer kommt ein Elektroauto hinzu. Die zwei Fahrzeuge können als Teil der deutschlandweiten Gruppe „DB Flinkster“ genutzt werden. „Wer sich in Eislingen für Carsharing entscheidet, der kann auch in Hamburg oder München ein Auto nutzen“, erklärte Baur. Die Registrierung zum Carsharing sei ab sofort im Eislinger Rathaus möglich.

Die Fahrzeuge können online oder per Flinkster-App angemietet werden. Für das erste Jahr haben sich Stadt und Betreiber auf vergünstigte Tarife verständigt. Zum Stundenpreis von 2,30 Euro kommt eine kilometerabhängige Verbrauchspauschale in Höhe von 19 Cent pro Kilometer dazu. Die Registrierungskosten entfallen zu Beginn komplett. Auch spontane Buchungen bis zu 15 Minuten vor dem gewünschten Buchungsbeginn seien möglich, sofern der Wagen nicht bereits anderweitig reserviert ist.

Öffnen lassen sich die Fahrzeuge per App oder mit der Kundenkarte. Im Schadensfall beträgt die Selbstbeteiligung 1500 Euro. Diese kann über ein buchbares Sicherheitspaket für 90 Euro im Jahr auf 300 Euro reduziert werden. Besonders der rechtliche Rahmen interessierte viele Besucher, etwa wie man bei vorhandenen Schäden verfahren solle oder wie es sich mit der Nutzung durch Vereine verhalte. Stadt und Betreiber erhoffen sich, dass viele Bürger das Angebot ausprobieren werden. Schließlich sei „Carsharing eine Sache, bei der man zusammenarbeiten muss“, betonte Reimund Baur. Ziel sei es, die beiden Fahrzeuge wirtschaftlich zu betreiben. Dann sei in Zukunft auch ein größeres Carsharing-Angebot mit mehr Fahrzeugen denkbar.

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