Schutz Eine Wand gegen den A8-Lärm

Die A8 (im Hintergrund) verursacht Lärm und Schmutz, klagen einige Anwohner des Gebiets Kohlhau in Mühlhausen. Manche kommen nicht mehr ohne Ohrenstöpsel aus.
Die A8 (im Hintergrund) verursacht Lärm und Schmutz, klagen einige Anwohner des Gebiets Kohlhau in Mühlhausen. Manche kommen nicht mehr ohne Ohrenstöpsel aus. © Foto: Sabrina Balzer
Mühlhausen / Peter Hadrysiewicz 05.12.2017
In Mühlhausens Wohngebiet Kohlhau klagen die Anwohner über Lärm und Feinstaub. Im Sommer 2018 kommt eine Lösung.

Menschen, deren Gesundheit durch unerträgliche Lärmbelästigung Schaden erleidet, soll durch Lärmschutzmaßnahmen geholfen werden. Die Wohnqualität in Mühlhausen, besonders des angrenzenden Wohngebiets Kohlhau entlang der A8, wird sehr beeinträchtigt, erfuhren die Gemeinderäte kürzlich.

Kurt Epple sowie Hans-Jürgen Teuber, beide aus dem Wohngebiet Kohlhau an der Blumenstraße, erklärten bei der Bürgerbefragung, dass ein normales Leben in dieser Siedlung nicht mehr möglich wäre. Auch der Einbau von neuen schalldichten Fenstern bringt kaum den erwünschten Erfolg. Einige Menschen, die in der Siedlung wohnen, würden inzwischen Ohrenstöpsel tragen.

Ruß auf Fenstern und Möbeln

Hans-Jürgen Teuber erklärte Mühlhausens Bürgermeister Bernd Schaefer und den Gemeinderäten, dass es nicht nur in Stuttgart Feinstaub gebe. Im Kohlhau könne man täglich den schwarzen Ruß von den Fenstern und von den Möbeln wischen.

Ein erster Hilfsversuch scheint in Sicht: Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet die Gemeinde mit Schreiben vom 26. Oktober um Zustimmung der förmlichen Planunterlagen zur Lärmsanierung im Zuge der Aufstiegstrasse der Autobahn 8 entlang des Wohngebiets Kohlhau. Mit dieser Maßnahme soll die geplante Lärmschutzwand realisiert werden. Die Gemeinde Mühlhausen wird hierbei als Grundstückseigentümerin und als Behörde förmlich angefragt.

Die Planungen wurden seinerzeit in der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 23. Februar 2015 von Johannes Fischer (Regierungspräsidium Stuttgart) erläutert. Inhaltlich ergeben sich keine Änderungen zu den Unterlagen von 2015. Ergänzend hierzu liegen nunmehr zu den Planunterlagen die schriftlichen Ausführungen vor, welchen das Gremium einstimmig zustimmte. Mit dem Bau der Lärmschutzwand soll im Sommer 2018  begonnen werden.