Uhingen Eine Sause zum 25. Geburtstag

Eine verschworene Gemeinschaft: Die Dorfgemeinschaft Nassachmühle feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Foto: Privat
Eine verschworene Gemeinschaft: Die Dorfgemeinschaft Nassachmühle feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Foto: Privat
Uhingen / SABINE ACKERMANN 06.07.2012
Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen feiert die Dorfgemeinschaft Nassachmühle ihr 25-jähriges Bestehen. Musik für jeden Geschmack, Zelt-Gottesdienst und gemütlicher Hock warten auf die Besucher.

Viele Ideen entstehen häufig aus einer Laune heraus. Da sitzt man gemütlich bei einem Fest zusammen, quatscht über dies und jenes oder über die Gründung einer Dorfgemeinschaft. So geschehen am 23. Juni 1987. Vielleicht war es ein schöner warmer Sonnentag, als 18 Bürger diesen Gedanken kurzerhand in die Tat umsetzten: Die Dorfgemeinschaft Nassachmühle e.V. war geboren. "Von den Gründern sind heute immerhin noch 16 Leute dabei - und das nach 25 Jahren", betont Albert Ortwein, der seit zwölf Jahren als Vorsitzender das Zepter in der Hand hält. Mittlerweile zählt der rührige Verein freilich 147 Mitglieder, was soviel bedeutet, dass fast jeder zweite aus dem Ort sich entweder aktiv oder passiv einbringt. "Wir treten nur ein, wenn wir auch aktiv sein dürfen", stellten vor ein paar Jahren Achim Pohl und Dietmar Schmid selbstbewusst ihre "eigenen" Vereinsregeln auf.

Wovon viele träumen, scheint in Nassachmühle kein Thema zu sein - man will was bewirken. Längst weggezogen, fühlen sich selbst noch ehemalige Nassachtäler aus Österreich oder der Schweiz dazugehörig und haben ihre Mitgliedschaft nie gekündigt. Soviel Zusammenhalt will freilich gefeiert werden. Und weil die Dorfgemeinschaft generell für alles offen ist, haben sie gleich mehrere Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Heute ist die Jugend dran, verrät Ehefrau Doris Ortwein. Die Gruppe "Acoustic Groove" heizt im großen Zelt mit gängiger Musik ab 20.30 Uhr ein.

Am Sonntag kommen die Frühaufsteher zum Zelt-Gottesdienst (Beginn 9 Uhr) und hinterher lädt ein Hock zum Verweilen ein. Fans von "Daniel und Steffen" und süffigen Cocktails müssen sich freilich noch zwei Wochen gedulden. Die Brüder stellen erst am 21. Juli ab 19.30 Uhr beim Open-Air-Konzert ihr Können unter Beweis. "Wir haben bewusst unser buntes Programm auf verschiedene Tage verteilt - dann hat man doch viel mehr davon", findet das gut 50-köpfige Organisatoren-Team. So fand bereits im April eine Matinee mit Ehrungen statt, bei der Harald Immig spielte. Seit einem Vierteljahrhundert ist das Dorffest immer am zweiten Juli-Wochenende ein beliebtes Ausflugsziel. Gleich neben dem 1993 selbst gebauten Vereinsheim, befindet sich ein öffentlicher Spielplatz. "Nur bei großen Veranstaltungen oder Festivitäten treffen wir uns im Gemeindehaus", verrät Marianne Brücker, die für die Finanzen zuständig ist und für diese "keinen Rettungsschirm" benötigt.

Stets lustig und gesellig gibt sich die rührige Dorfgemeinschaft. Neben intensiv gelebter Kultur- und Heimatpflege finden an runden Geburtstagen schon mal spontane "Löffelpolkas" statt. Auf jeden Fall ist das Dorffest das Aushängeschild der Dorfgemeinschaft schlechthin,