Bad Ditzenbach Eindeutiges Wahlergebnis überrascht

Bad Ditzenbach / 22.02.2015
Bad Ditzenbach hat gewählt: Viele Bürger sind erstaunt darüber, wie eindeutig letztlich das Ergebnis ausfiel. Das zeigt auch eine Umfrage unserer Zeitung.

Volker Krause (49), Gebäudetechniker in Bad Ditzenbach

„Dass das Wahlergebnis nun doch so eindeutig ausgefallen ist, hat mich sehr überrascht. Da ich als Leiter der Bauhofwerkstatt und Gebäudetechniker für die Gemeinde Bad Ditzenbach arbeite, freue ich mich nun auf meinen neuen Chef. Sicher wird es in den kommenden Wochen Veränderungen geben. Von der knapp 60-prozentigen Wahlbeteiligung bin ich absolut enttäuscht, diesen Wert hätte ich so nicht erwartet. Stattdessen habe ich damit gerechnet, dass diese höher ausfallen wird als vor drei Wochen. Im zweiten Wahlgang geht es doch schließlich um alles.“

Otto Lamparter (61), Sozialdiakon aus Bad Ditzenbach

„Über das klare Wahlergebnis bin ich überrascht und gleichzeitig froh. Denn ich habe mit einem knappen Ausgang gerechnet. Von Herbert Juhn erwarte ich mir, dass seine Aussagen eingehalten werden. Insbesondere erhoffe ich mir, dass er ein stets ehrlicher Bürgermeister sein wird. Als Gemeinderat ist mir dies für die kooperative Zusammenarbeit besonders wichtig. Außerdem würde es mich sehr freuen, wenn die von ihm besonders betonte Bürgernähe umgesetzt wird. Seine Idee einer jährlichen Bürgerversammlung finde ich besonders toll.“

Ines Schweizer (30), Forschungsmitarbeiterin aus Bad Ditzenbach

„Der Ausgang der Bürgermeisterwahl hat mich nicht überrascht, ich habe mit diesem Ergebnis gerechnet. Als Gemeinderätin erwarte ich mir von Herbert Juhn, dass er so bleibt wie er uns im Wahlkampf begegnet ist: Offen, freundlich und umgänglich. Für seine neue Aufgabe wünsche ich ihm jetzt zu allererst viel Erfolg, Geduld und Kraft. Die Wahlbeteiligung finde ich katastrophal, ja sogar beschämend. Von jedem einzelnen der heute nicht gewählt hat, erwarte ich, dass er oder sie nun auch nicht als erster an irgend einem Stammtisch herum nörgelt.“

Manuela Raichle (39), Diplom-Verwaltungswirtin aus Eislingen

„Für mich hat sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet, dass Herbert Juhn gefällt. Dennoch, oder gerade deshalb, habe ich eigentlich mit einem sehr knappen Wahlergebnis gerechnet. Vom neuen Bad Ditzenbacher Bürgermeister erwarte ich mir vor allem zwei Dinge: Dass es ihm gelingt, den Schuldenstand der Gemeinde zu verringern und dass er die drei Ortsteile wieder enger aneinander heranführt. Zur Wahlbeteiligung kann ich nur dasselbe wie nach dem ersten Wahlgang sagen: knapp 60 Prozent sind kein schlechter Wert, ganz im Gegenteil.“

Andreas Späth (52), Selbstständiger Kaufmann aus Auendorf

„Ich bin vom Ergebnis nicht überrascht, da ich bei den Bürgern im Endspurt eine gewisse Umkehr gespürt habe. Die Tendenz zu Herbert Juhn, im Gegensatz zum ersten Wahlgang, war zu spüren. Frank Ansorge hat sein Engagement in den vergangenen Tagen doch schleifen lassen. Als Auendorfer etwa hat er mir dort zu wenig Präsenz gezeigt. Von Herbert Juhn habe ich dagegen gehört, dass er letzte Woche noch einmal Hausbesuche gemacht hat. Diese haben ihm dort eine positive Resonanz beschert. Von der noch schlechteren Wahlbeteiligung bin ich enttäuscht.“ Giacomo Mastro