Altenpflege Ein Zuhause für Ältere entsteht

Beifall gibt es für den Richtspruch von Polier Tobias Rommel.
Beifall gibt es für den Richtspruch von Polier Tobias Rommel. © Foto: Schwabenpress
Gingen / Günter Hofer 17.07.2018

Der Bau er möge feste steh’n. es möge ihm kein Leid gescheh’n. Nun Glas zersplittere im Grund, geweiht sei dieser Bau zur Stund“, lautete der Richtspruch von Polier Tobias Rommel vom gleichnamigen Bauunternehmen  in Gingen. Nach dem letzten von 13 Versen schmetterte er nach altem Brauch das Weinglas aus der zweiten Etage zu Boden.

Festredner gaben Einblick in die geleistete Handwerkerarbeit, die Planungsleistung und über die Zukunft des künftigen Pflegeheims. Unmittelbar neben dem Wahrzeichen der Gemeinde Gingen, der Johanneskirche, entsteht die Einrichtung mit 40 Plätzen. Träger der neuen Altenpflegeeinrichtung ist die Samariterstiftung.

Gingens Bürgermeister Marius Hick bezeichnete den Bau des Pflegeheim als Meilenstein in der Ortsentwicklung. Er lobte die Baufirma und sprach davon, dass bisher bei der Absprache von Terminen alles „klasse und reibungslos“ funktionierte. „Wir sind mit Blick auf das Schulhaus auch anderes gewohnt“, merkte er an. Der Umbau wurde nach fast einjähriger Verspätung Anfang Juli eingeweiht. Hick ließ in seinem Grußwort die unmittelbar vor dem Samariterstift entstehenden elf Parkplätze nicht unerwähnt. Während der Planungsphase hatten Anwohner Sorge geäußert, dass Parkplätze zur Mangelware werden, weshalb weitere eingeplant wurden. Der Bürgermeister von Gingen ist  überzeugt: „Es wird ein gutes Zusammenspiel zwischen den Nachbarn und dem Samariterstift geben.“

„Das Lob“, so Andy Vonderlind, Geschäftsführer bei Rommel SF-Bau, „ gebe ich gerne an die Handwerker weiter“. Bauen ist für den Geschäftsführer ein Kooperationsprozess. „Mit so einer durchdachten Planung macht das Bauen aber besonders Spaß.“ Nach seinen Worten lief bisher alles nach Plan. „Mit der Altenpflegeeinrichtung wird maximale Qualität zum möglichst günstigsten Preis geliefert“, befand Architekt Eckhard Ernst. Es entstehe ein Samariterstift, das den modernsten Ansprüchen entspreche. „Das Haus soll nicht für reiche Leute sein, sondern für Normale.“

Hausherr Frank Wößmer dankte allen bisher am Bau beteiligten internen und externen Kräften. „Es ist aufgerichtet“, sagte Wößmer, die Pläne und die Umsetzung seien besser „als das Wirken und Tun von Jogi Löw und seiner Nationalmannschaft“. Den Standort der neuen Altenpflegeinrichtung bezeichnet Wößmer als „ideal“. Das Leben im Alter bekomme so einen Ort, wo es willkommen sei: in der Ortsmitte. „Wir stehen gerne neben der Kirche. Es ist eine Symbolik: Kirche und Samariterstift.“

Info Das erschlossene Grundstück stellt die Gemeinde Gingen auf Erbpachtbasis zur Verfügung. Die Bewohner leben in Hausgemeinschafts-Gruppen mit zwölf, 13 und 15 Plätzen. Einen Dachgarten können die 15 Bewohner im Obergeschoss nutzen. 25 Bewohner werden von ihrem Gemeinschaftsbereich aus einen direkten Zugang zu einem beschützten Freibereich haben.

Leben in drei Hausgemeinschaften

Das erschlossene Grundstück stellt die Gemeinde Gingen auf Erbpachtbasis zur Verfügung. Die Bewohner leben in Hausgemeinschafts-Gruppen mit zwölf, 13 und 15 Plätzen.

Einen Dachgarten können die 15 Bewohner im Obergeschoss nutzen. 25 Bewohner werden von ihrem Gemeinschaftsbereich aus einen direkten Zugang zu einem beschützten Freibereich haben.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel