Schlierbach / Volkmar Schreier  Uhr
Bewegung tut gut und hält fit. In Schlierbach kann man sich bald auf einem öffentlichen Bewegungsparcours in Form bringen.

Ein Bewegungsparcours für Jung und Alt unter freiem Himmel: Möglich macht das die Spende einer ortsansässigen Firma. Sie hat der Gemeinde sechs sogenannte Mehrgenerationen-Spielgeräte im Wert von rund 15 000 Euro gestiftet. An Rudermaschine, Barren oder Crosstrainer sollen sich Jung und Alt sportlich betätigen können. Fraglich war bisher allerdings der Standort der Geräte und die Ausgestaltung des „Mehrgenerationen-Spielplatzes“.

„Jetzt wissen wir endlich, wo wir die Geräte hinstellen können“, zeigt sich Schlierbachs Bürgermeister Sascha Krötz erfreut. Tatsächlich hat die Gemeinde mit Hilfe des Landschaftsarchitekten Harald Fischer ein Plätzchen in der Gemeinde gefunden, das gleich mehrere Anforderungen erfüllt: Ausreichend Platz für die Geräte, eine gestalterische und funktionale Aufwertung der Örtlichkeit und  ökologische Aspekte gehen am Fußweg zwischen der Seniorenwohnanlage Rose und dem „Brückle“ über den Schlierbach Hand in Hand.

Konkret sieht die Planung vor, entlang des Fußwegs zwei Übungsinseln mit jeweils drei Geräten einzurichten. Die bereits vorhandene Sitzbank entlang des Wegs bleibt erhalten. Während die beiden Obstbäume stehen bleiben sollen, wird die Tanne weichen müssen und durch einen neuen Baum ersetzt. Zum Nachbargrundstück hin soll eine Blumenwiese, die mit einer speziellen Saatenmischung für Bienen und andere Insekten ein Tummelplatz werden soll, das Areal abgrenzen. Rund 36 000 Euro soll die Umsetzung des Gestaltungskonzepts kosten. „Damit geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“, sagt Jörn Feldsieper (Freie Wähler), auch wenn ein Standort am Schlierbacher See seiner Meinung nach schöner gewesen wäre. Kurt Moll von der CDU hingegen findet die Standortwahl gelungen: „Wir sind froh, dass diese bisher nicht so schöne Ecke Schlierbachs aufgewertet wird.“ Für Landschaftsarchitekt Fischer hat der gewählte Standort noch einen weiteren, gerne unterschätzten Vorteil: „Man ist nicht komplett ab vom Schuss, aber eben auch nicht auf dem Präsentierteller“, wie es bei einem Aufbau der Geräte am See der Fall gewesen wäre.

Denn nicht jeder, so seine Erfahrung, wolle beim Training ständig Publikum um sich herum haben. Für Bürgermeister Krötz ist auch die Nähe zur Seniorenwohnanlage ein großer Pluspunkt, sollen doch auch gerade die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger von den Mehrgenerationengeräten profitieren. „Die Nähe zur Rose ist ein großer Vorteil.“ Mit dem einstimmigen Beschluss für die vorgestellte Planung und dem Auftrag an die Gemeinde, die Arbeiten auszuschreiben, hat der Gemeinderat den Weg für die Umsetzung frei gemacht. Noch in diesem Jahr, so hoffen Bürgermeister und Landschaftsarchitekt, soll der Bewegungsparcours eingeweiht werden. Und dann soll auch bekannt gegeben werden, wer hinter der großzügigen Spende an die Gemeinde steckt: Denn bisher möchte die spendende Firma noch nicht genannt werden.