GZ-AKTION Ein Sinnesgarten für mehr Lebensqualität

Der Leiter des Degginger Seniorenzentrums hat große Pläne für das Grundstück vor dem Haupteingang der Einrichtung: Dort soll eine kleine grüne Oase für die Gartentherapie mit den Bewohnern entstehen.
Der Leiter des Degginger Seniorenzentrums hat große Pläne für das Grundstück vor dem Haupteingang der Einrichtung: Dort soll eine kleine grüne Oase für die Gartentherapie mit den Bewohnern entstehen. © Foto: Markus Sontheimer
Deggingen / Stefanie Schmidt 20.11.2018
Das Degginger Seniorenzentrum St. Martin möchte einen Sinnesgarten anlegen. Gartenarbeit gehörte für viele Bewohner früher zum Alltag.

Noch ist das über 300 Quadratmeter große Grundstück vor dem Seniorenzentrum St. Martin in Deggingen eine Brache – halb Schotterparkplatz, halb Wiese. Doch Einrichtungsleiter Alexander Funk und sein Team haben große Pläne für die hauseigene Fläche zwischen Seniorenzentrum und Gartenstraße. Ein kleines geschütztes Gartenparadies für die Bewohner des Pflege- und Altenheims soll dort entstehen: ein sogenannter Sinnesgarten.

Der Sinnesgarten soll nicht nur ein schöner Ort sein, an dem sich die Senioren gerne aufhalten. Es steckt auch ein bewährtes Konzept hinter dem Projekt: die Gartentherapie, die dazu beiträgt, das Selbstwertgefühl zu steigern, depressive Verstimmungen zu lindern und die Kommunikationsfähigkeit zu steigern.

51 Menschen leben im Degginger Seniorenzentrum, einer Einrichtung der katholischen Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung. Der größte Teil stammt aus dem Ort und den Nachbargemeinden im Täle. „Die meisten hatten früher einen Garten und haben dort schöne Erfahrungen gemacht“, erläutert Alexander Funk. Deshalb sei es wichtig, diesen Aspekt auch in die Biografiearbeit mit den Bewohnern aufzunehmen. Etwa dreiviertel von ihnen seien kognitiv eingeschränkt – von kleineren Gedächtnisstörungen bis zur fortgeschrittenen Demenz, erklärt Funk. Die vertraute Umgebung eines Garten lässt Erinnerungen hochkommen, die gemeinsame Gartenarbeit kann Impulse geben, um ins Gespräch zu kommen.

Hochbeete bepflanzen, Unkraut jäten, Pflanzen gießen und später Kräuter ernten, um damit einen Salat zuzubereiten – so können die Senioren den Erfolg der eigenen Arbeit miterleben und den Jahreslauf erleben. Gleichzeitig werden durch den Aufenthalt im Garten alle Sinne angeregt und die Mobilität gestärkt.

„Das Naturerlebnis fördert das Wohlbefinden“, meint Alexander Funke.  Mit den Bewohnern einen Ausflug in die Natur zu machen, sei jedoch nicht ganz einfach, fügt er hinzu. Viele Wege seien nicht für Rollator oder Rollstuhl geeignet, bei Menschen mit Demenz reiche zudem oft die Aufmerksamkeit nicht für einen längeren Ausflug. Mit dem Sinnesgarten hätten die Senioren ein kleines Stück Natur direkt vor der Haustür.

Beim Aufenthalt im Garten sollen die Senioren begleitet werden: Die Gartentherapie soll unter der Anleitung erfahrener Altentherapeuten und gerontopsychiatrischen Fachkräften, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt werden, erfolgen. Der Entwurf für den Sinnesgarten ist bereits fertig:  ein offener Gartenpavillon, Ruhebänke, Sträucher, ein kleiner Obstbaum und Hochbeete, an denen die Senioren bequem arbeiten können, ohne sich bücken zu müssen, gehören  unter anderem dazu. Eine geschlossene Gartenhütte bietet Platz für notwendiges Inventar wie Sitzauflagen und Sonnenschirme. Ein gepflasterter, barrierefreier Rundgang führt durch die kleine grüne Oase, die durch einen Gartenzaun geschützt ist.

Zur Umsetzung des Projekts, das das Degginger Seniorenzentrum schon seit über drei Jahren beschäftigt, fehlt nur noch die vollständige Finanzierung. Die Kepler-Stiftung übernimmt 20 bis 30 Prozent der Kosten. Den Rest muss die Einrichtung selbst stemmen. Dafür hat sie schon über 12 000 Euro an Spenden gesammelt. Das reicht aber noch nicht: Deshalb brauchen die Degginger Senioren die Unterstützung der GZ-Leser.

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